
(Quelle: filmspiegel.de)
I’m going to spoil you!
Man mag Ashton Kutcher noch so hassen, aber dieser Film ist es echt Wert den Kerl auszuhalten.
Ein kleiner Junge hat in seiner Zeit des Erwachsenwerdens immer mal wieder Blackouts in besonders stressigen Situationen. Sein Psychiater ordnet an, dass er daher ein Tagebuch führen soll. In der Zeit als er auf’s College geht, hat er schon mehrere Jahre ohne Blackouts überstanden und führt ein angenehmes Leben als Student in Psychologie. Daher möchte er seinen früheren Blackouts näher analysieren und findet seine alten Tagebücher wieder. Wenn er die Stellen liest, in denen er damals die Blackouts hat, reist er in diese Situationen zeittechnisch wieder zurück - er ist wieder der kleine Junge/der Teenager, der er damals war, also reist nur sein Geist in der Zeit zurück.
Nur findet er in der Gegenwart wiederum heraus, dass seine alte Sandkastenliebe kein so heiteres Leben führt wie er. Also beschließt er wieder in seinem Tagebuch zu blättern, um dahin zu reisen, wo ihr Vater anfing sie sexuell zu missbrauchen - es wurde ein Kinderporno gedreht, oder so.
Nun ja, jedoch läuft es darauf hinaus, dass unser Protagonist zwar mit seiner Lady zusammen ist, ihr Bruder sich jedoch selsbt umbringt. Was passiert dann? Na klar, er reist wieder zurück, um ein Ereignis zu ändern. Ihm gelingt es jedoch mehrere Male nicht, dass alle Menschen, die er liebt, glücklich sind.
„You can’t change who people are without destroying who they were.”
Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass er seine große Liebe fallen lässt; er opfert sich, damit alle Anderen glücklich sein können. Er reist also nochmals zurück und verhindert da den zukünftigen Kontakt mit seiner Sandkastenliebe und ihrer ganzen Familie.
Man kann sich den Film wirklich angucken. Ich fand ihn sehr unterhaltsam. Nervig war es nur, dass man selber schon viel länger vor Ashton Kutcher weiß, was zu tun ist, so dass die vielen Zeitreisen am Ende sinnlos sind. Andererseits hat der Film vom Thema her mit Donnie Darko einen Film als Konkurrenten, den man nicht als solchen haben möchte; also keine Chance hier zu gewinnen, keineswegs.
Diskussionen mit meinem Couchgenossen entstanden bei Austausch der Theorien bezüglich der Zeitreisen. Ich ging am Ende des Films - total stolz es verstanden zu haben - davon aus, dass diese Blackouts rückwirkend darauf zurückzuführen sind, dass diese Zeitreisen stattfanden. Gegenargument - zugegebenermaßen logisch - ist jedoch, dass die Zeitreise erst später stattfand, also diese “Lebenslinie” zu der Zeit nicht durch Dinge beeinflusst werden kann, die in der Zukunft erst passieren.
Der gelbe Pfeil ist also die normale Zeitleiste, in der der Protagonist lebt; der Pfeil, der nach oben zeigt, gibt an, wo er mit dem Zeitreisen anfängt; der grüne Pfeil gibt den (ersten) Zeitsprung an und der (leider) rosa Pfeil die veränderte Zeitleiste.
Etwas was zu der Zeit der Blackouts nicht existierte (also die Zeitreisen, da er damit erst später anfing), kann auch keinen Einfluss darauf haben.

Ich finde meine Theorie immer noch gut und irgendwie habe ich auch gelesen, dass der Film nur so vor Logikfehler strotzt, daher kann ich mir auch gut vorstellen, dass das die offizielle Theorie ist.