Ein Vögel zwitscherte mir, dass ein solches Stöckchen grad umher wandert. Thematisch passt hier sehr gut auf den Blog und ist auch schon lange genug still gewesen. Mein erster Gedanke ging in Richtung der vielen Sitcoms, die ich damals gesehen hab. Als ich jedoch Konnas Liste sah, wollte ich auch Zeichentrickserien aufzählen. Narck. Ich kann mich nicht so richtig entscheiden, schließlich wurde meine Kindheit durch beides geprägt.
Das schreit förmlich nach einer Differenzierung in zwei Kategorien.
Die erste Kategorie folgt jetzt: Sitcoms & Ähnliches
1. Full House
„Wie unverschämt.“ „Käse!“ „Das gibt Ärger, Mister!“
Drei Töchter mit einem Vater, der von den Qualitäten her die Mutter sein könnte, sowie zwei Onkel, die nicht unterschiedlicher sein könnten – und alle in einem Haus. Man ist (ich erst in den Reruns, da die Serie nur bis 95 lief) mit den Mädchen älter geworden, hat mit Jesse und all seinen Liebschaften mitgefiebert, sich über Joeys Witze kaputt gelacht und schüttelte jedes mal den Kopf, wenn Danny wieder den Staubsauger mit dem Handstaubsauger reinigte.
Ich hätte auf jeden Fall auf ein Revival Lust, natürlich dann im Original.
2. Home Improvement
„I don’t think so, Tim.“ „That’s right and I’m proud to present Tim the Toolman Taylor!“
Ich bin momentan bei den letzten fünf Folgen der letzten (8.) Staffel angelangt und es war einfach nur ein Genuss. Einige Folgen kannte ich sogar gar nicht und ich war mir damals noch gar nicht bewusst, was für sexistische Anspielungen damals schon gemacht wurden – oder ich habe sie einfach nicht verstanden. „Hör mal, wer da hämmert“ – und ja, der dt. Titel ist natürlich total dämlich – vereint vieles, das ich an aktuellen Serien mag. Die Vielzahl von Charakteren gibt es nur noch selten, meist sind es 3-4, die im Mittelpunkt stehen. Vor allem überzeugt jedoch der Humor: Fremdschämen, witzige Sprüche, Diskussionen zwischen Jill und Tim, Als Probleme als Mann und nicht zu vergessen Tims Liebe zu Autos.
Man kann sich einzelne Folge genauso gut anschauen, wie alle am Stück.
[Kurz nebenbei erwähnt: Am 16. April fing ich mit der ersten Folge an und - schätzungsweise - morgen am 7. Juli bin ich damit durch, wobei ein Monat abgezogen werden kann, indem ich damit pausiert habe. Das sind dann ungefähr 2 Monate, nicht schlecht, wa?]
3. The Fresh Prince of Bel-Air
Niemand, aber auch niemand war so arschcool wie die Figur Will Smith – in echt hielt und hält sich das relativ in Grenzen. Ich erinnere mich an unzählige Rauswürfe von Jazz, geniale Tanzeinlagen, wilde Ein/Abklatschtechniken und erwachsene Schauspieler, die Teenager darstellen sollten. Über Letzteres sah man hinweg. Ich erinnere mich an viele Geschichten über Familie und Mädchen. Auch hier wäre es mal wieder angebracht, die Serie zu gucken.
4. The Nanny
„Miss Fiiine!“
Ich hoffte jede Folge wieder, dass Fran ihren Max endlich für sich gewinnt. Die Figur Fran Fine – zusammen mit ihrer Mutter, Großmutter und ihrer besten Freundin – war einfach so skuril, dass man jede Folge wieder einschalten musste, egal aus welchem Schlamassel, sie sich diesmal wieder befreien musste.
5. Mein Leben und Ich
Ja, neben den ganzen US-Serien findet hier auch eine dt. Produktion ihren Platz. Das liegt u.a. daran, dass ich die restlichen Serien der 90er wie „Alle unter einem Dach“, „Auf Schlimmer und Ewig“ und „Wer ist hier der Boss?“ nicht ganz so passioniert geschaut hab, wie die vorangegangen Serien.
„Mein Leben und Ich“ hatte alles, was ich heute bei dt. Produktionen vermisse: Witz, Charme, Tiefe, Charaktere zum lieb haben. Ich weiß noch, dass ich damals zusammen mit meinen Eltern im Wohnzimmer jede Folge guckte, keiner wollte die verpassen. Die Serie was für jeden was. Für meinen Vater, der eigentlich eher auf Sci-Fi steht; für meine Mutter, die seit Anfang an nur „Verbotene Liebe“ schaut und für mich, die eigentlich auf ihre US-Serien vertraute – damals aber noch in der synchronisierten Fassung.
RTL könnte die Serie ruhig mal wieder auskramen und senden.