Ja, ich weiß, ich habe mir wieder Urlaub genommen, aber hey, draußen schien die Sonne wie blöde – was soll ich da machen?
Nichtsdestotrotz habe ich noch ein paar Serie in petto. Zum Einen stehen Freitag und Samstag noch aus und zum Anderen habe ich bei Donnerstag eine Serie vergessen – was aber daran liegt, dass ich nicht für das Verwalten zuständig bin.
Gemeint ist Lost. Ja, genau, die Serie, wo es immer hin und her geht. 2006, 2008, 1978, whatever. Ja, die Serie mit der Rauchwolke als Monster. Ja, die Serie, wo man mittels Drehen eines Rads in der dunklen Tiefe, die Insel verschwinden lassen konnte. Nein, sogar besser, in die Zeit zurück reisen konnte! Wo gibt es sowas denn schon? Nur bei Lost.
Und ja, das mag sich alles zynisch anhören, aber merkwürdigerweise habe ich keinerlei Probleme damit. Ja, es war auf dem ersten Blick und ist auch immer noch relativ albern, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass mich diese Serie fesselt. Ich hoffe, ich hoffe wirklich ganz stark und mit all meiner Kraft, dass die Autoren wissen, wohin sie mit dem ganzen Spuk wollen. Und solange ich diese Hoffnung nicht verliere, kann ich über den Mumpitz hinwegsehen und einfach die Charaktere, die Story und vor allem die Verschwörungstheorien genießen.
Momentan erklärt sich für mich zwar noch nicht, warum Sun als einzige der Oceanic 6 nicht zurück in die Vergangenheit gereist ist, aber ich hoffe ja. (Wobei auch gesagt sei, dass ich die Folge von letzter Woche noch gar nicht gesehen hab, geht nicht ohne Mr. watchthat.) Meine Theorie diesbezüglich ist, dass die Insel es gut mit Sun und Jin meint. Schließlich hieß es ja, dass Sun auf keinen Fall zurück auf die Insel kommen darf – vllt. hat die Insel es daher verhindert, dass die beiden sich wiedersehen. Weiß man nicht, wird man sehen.
Und genau das mag ich so sehr an Lost, mir werden die Facts nicht alle direkt vor die Nase gestellt, damit ich sie ja nicht übersehe. Ich kann selber nachdenken, ich kann mich aber auch einfach nur hinsetzen und mir das angucken, ohne danach viel rum zu philosophieren und sozusagen warten bis es aufgelöst wird. Bei Heroes war es z.b. in letzter Zeit so, dass dem Konsumer gar nicht mehr zugetraut wurde selber nachdenken zu können. Nachdem der erste Teil der Staffel so wirr und unstrukturiert war, will man das mit klaren Ansagen besser machen. Kann man so machen, aber mir war das in einigen Situation zu blöd, habe mich ein wenig verarscht gefühlt. Wobei ich nicht das Ausmaß des „im dunklen Tappen“ bei Lost kleiner reden als es nicht, wohl kaum, dessen bin ich mir wohl bewusst.
Bla, bla, blubb, bottom line: Keep watchin’, Dude!
Nun bleiben zum Einen noch NBCs Comedy-Hits, die ich selber nicht zu meinen Favouriten zähle, aber dennoch gerne schaue und zum Anderen ein Neuzugang.
Kurz gesagt, lässt The Office vergleichbar mit den ersten oder sogar auch der letzten Staffel deutlich nach, in den letzten Wochen erinnere ich mich nicht, laut auflachen zu müssen und das war schließlich der Grund, warum ich die Serie gucke. Momentan ist Jim einfach arm dran, er kann mit dem neuen Chef nicht und daher kommt da von ihm aus auch nix Witziges mehr mit Dwight und die Tatsache, dass er mit Andy nicht ganz so gut harmoniert, muss ich hoffentlich nicht erklären. Abwarten.
Bei 30 Rock fehlt mir einfach der Bezug zu ihren SNL-Stars wie eben Tracey Jordan, zumindest ist das meine Theorie, denn ich finde die Serie zwar unterhaltsam, aber wie einige bezüglich der Gags und Charaktere schwärmen, bleibt mir zu oft ein Rätsel. Möglich ist es auch, dass ich mich nicht richtig auf den Humor einlasse, da dieser schon anders ist. Das war z.B. auch anfangs mein Problem mit Flight Of The Chonchords, erst nachdem ich sozusagen verstanden habe, dass das so beabsichtigt ist, fand ich es nur merkwürdig. Auch hier heißt es für mich abwarten. (Kurz hinzugefügt: Mir fällt grad ein, dass die Folge mit der „Bubble“ ziemlich genial war, was nun aber nicht meine komplette Ansicht umschmeißen kann, daher lasse ich das so stehen.)
Neu im Programm ist Parks And Recreation. Da geht es eben darum, dass irgendwo ein Park gebaut werden soll. Klingt komisch? Möglich, denn ich bin mir noch nicht ganz sicher, worum es da eigentlich geht. Mir ist bisher nur klar, dass es dort eben die eine Blonde gibt, die immer einen Schritt zu weit geht. Sei es, weil sie zu persönlich wird, zu sehr in die Privatsphäre eindringt oder einfach zu sehr übertreibt. Ich ertappe mich beim Schauen immer wieder, dass ich sozusagen mir selbst erkläre, warum das nun witzig ist. Nur bin ich mir noch nicht sicher, ob und wenn ja, was für ein Zeichen das ist.
Oder was meint ihr?

24. April 2009 um 10:41 |
Bei P&R wird es bei mir bei der ersten Folge bleiben, fand ich nicht so toll, das Konzept.
Und zu LOST: what lies in the shadow of the statue? Man weiß es nicht… :-)
Die letzte Folge war die mit Miles im Mittelpunkt? Wenn ja, war die gut und gefällt Dir bestimmt. Jetzt erst mal 1 Woche Pause bei LOST, soweit ich gehört habe. Dafür gibt es heute Smallville (*räusper*) und ein LOST Ocean Six Special, das ist doch auch was.
24. April 2009 um 11:57 |
Lost ist bei mir mittlerweile so kultig, die könnten Hurley 45 Minuten seine Lieblingssnacks vor einer Plastikpalme im Hintergrund vorlesen lassen, ich würde es begeistert gucken.
The Office hat in der aktuellen Staffel wirklich qualitätsmäßig abgenommen. Ich gebe Andy Bernard die Schuld, der nervt. Aber die letzten Folgen gingen doch nochmal in eine gute Richtung.
Ich schätze an 30Rock die skurrilen Ideen und Dialoge. Letztere rasen allerdings manchmal so schnell an einem vorbei, dass man mit der WTF?-Gedankenbildung gar nicht mehr hinterherkommt.
Parks & Recreation gebe ich noch ein paar Folgen, Amy Poehler wird wohl der „make it or break it“-Faktor der Show. Ich fand die zweite Folge schon sehr ansprechend.
26. April 2009 um 7:41 |
Dieser Blogpost bringt mich wieder in Versuchung, einen eigenen Blog zu starten, weil ich es nicht fertig brächte, eine Erwiderung zu allen Punkten in dieses Antwortformular zu zwängen. Aber nur eins: Zweifellos hilft bei 30 Rock ein Bezug zu SNL und seinen Stars, mehr aber noch ein möglichst umfassender Zugang zur amerikanischen Populärkultur der letzten 30 Jahre. Vielen Amerikanern – sagen die Nielsen-Ratings! – scheint er schon zu fehlen (gehen wir mal voller übertriebenem Selbstbewusstsein davon aus, dass man, wenn man diesen Zugang hat, 30 Rock einfach lieben muss…), ihn von einem europäischen Publikum zu erwarten ist zweifelsohne zu viel verlangt. Und dennoch bist gerade Du (und mit Dir Deine Blogzielgruppe) mit Deiner Affinität für einen wesentlichen Teil der amerikanischen Popkultur, nämlich das Fernsehen, ja schon verdammt nah dran und ich gehe daher davon aus, dass nicht zuletzt Deine Jugend Dir den Zugang zu 30 Rock erschwert. Jede 80er-Jahre-Serie oder jeder 90er-Jahre-Hype, jede Sendeminute „Today Show“, „Nightly News“ oder SNL, die Du verpasst hast, könnte Dir vermutlich einen weiteren Gag aus 30 Rock erschließen. Eine Sitcom dieses Typs, die im Jahr 2020 debütiert, wird Dir wesentlich besser gefallen…
- genug aber jetzt. Ich wirke gerne jovial und die Unfähigkeit, das abzustellen, sollte bitte niemanden davon abhalten, 30 Rock zu schauen. Entschuldigung. Weitere Ausführungen bleiben Dir und Deinen Lesern damit auch erspart.
26. April 2009 um 8:29 |
@Kommissar K.: Irgendwie sowas habe ich mir auch gedacht. ;)
26. April 2009 um 9:53 |
@ichistm.: Es ist mir eine Ehre, einen Gedanken von Dir irgendwie sowas wie ausformulieren zu dürfen. Smiley!