Serienupdate #2

Und auf geht’s in Runde 2: Mittwoch und Donnerstag.

Irgendwie fällt mir gerade auf, dass mittwochs nur Reaper läuft, kann das angehen? Was lief da denn sonst immer, also bevor die neue Staffel begann? House und Scrubs? Ich glaube ja. Wie dem auch sei, Reaper.
Nach der 1. Staffel weiß man, dass Sam der Sohn des Teufels ist. Hinzu kommt, dass sein „menschlicher Vater“ stirbt, genauso wie die zwei Dämonen, mit denen er sich angefreundet hat und mit Andi kommt er auch zusammen – das kann aber auch erst Anfang der 2. Staffel passiert sein. Da geht es nochmal so ein bisschen hin und her, weil Sam ihr nicht von Anfang an die Wahrheit über seine teuflischen Aktivitäten erzählt und es ist auch bis jetzt so, dass sie nicht weiß, dass der Teufel sein Vater ist – ist ja auch sehr schwer vorstellbar und scary. Nun habe ich noch das Gefühl, dass Ben immer mehr Anteil an der Storyline hat, gerade nun, wo er mit einer Dämonin zusammen gekommen.
Die Serie hangelt sich so durch die Folgen mit dem bekannten Fall der Woche, wo Sam eine Seele fangen muss, damit diese zurück in die Hölle gelangen. Die Autoren machen das relativ klug, da am Ende jeder Folge immer ein neuer Clue hinzugefügt wird, so dass man doch wieder einschalten muss. Zuletzt trat nun Sams „menschlicher Vater“ wieder auf, nur sah er dabei wenig lebendig aus. Da das ganze auf dem Sender „The CW“ läuft, geht das schon alles in Ordnung und wird neben den ganzen Teeny-Serien sowieso nicht allzu lange überleben – denke ich zumindest. Wirklich schade finde ich das auch nicht.

Der Donnerstag beginnt bei mir immer mit Gary Unmarried, gefolgt von The New Adventures Of Old Christine. Der Plot der Serien ähneln sich sehr, beim Erstgenannten ist der geschiedene Vater im Vordergrund – auch wenn die Kinder bei der Mutter leben, beim Letzteren wird das Ganze aus der Sicht einer Mutter erzählt.
Von der Art sind sie dann aber doch wieder unterschiedlich.

The New Adventures Of Old Christine wird von der schauspielerischen Leistung der Protagonistin getragen und der Humor basiert zu 90% auf Fremdschämen. Es ist aber auch Folge für Folge lustig, in was für Unsinnigkeiten Christine sich da wieder verfängt. Da hilft es eher wenig, dass ihr Ex-Mann eine neue, standhafte Beziehung führt, sie mit ihrem Bruder zusammenwohnt und ihr Sohn so zu Mamas Lieblingskind und umgekehrt. Das ist alles noch im annehmbaren Bereich und funktioniert prima als nette Unterhaltung am Donnerstagnachmittag.

Bei Gary Unmarried funktionieren meiner Meinung nach die Nebenfiguren genauso gut, wie der Protagonist selbst. Hier ist das Zusammenspiel zwischen mehreren Personen wichtig und das klappt auch gut. So gibt es einmal die viel zu engagierte und motivierte Tochter, den ein bisschen trotteligen Sohn, die nervige Ex-Frau, sowie den besten Freund. Letzterer ist zwar keiner der wichtigen Personen, aber der passt da auch irgendwie rein. Gary selbst ist natürlich der „Spaß-Elternteil“, so dass es oft genug Zündstoff für den nächsten Streit gibt, andersrum schafft sie es aber genauso gut ihn zur Weißglut zu bringen. Beliebtes Konzept ist es auch hier Gary als eher dümmlich darzustellen, funktioniert aber.
Die beiden Serien sind keinesfalls mit dem Power-Dienstag zu vergleichen, aber bei einem so leeren Donnerstag, erfüllen sie ihren Zweck.

Donnerstagabend wird dann noch die neuste Folge Life geguckt. Neben Castle die einzige Polizeiserie, die ich gucke und auch die erste. Ich habe nun weniger einen Vergleich, weil ich nie auf den NYPD, CSI, CIS usw -Zug aufgesprungen bin. Mein Gefühl sagt mir aber, dass das bei Life alles ein bisschen anders verläuft. Denn neben dem Fall der Woche, gibt es noch eine Nebengeschichte, die erzählt wird. Es gibt immernoch einen ungelösten Fall, denn der Protagonist lösen möchte – ähnlich wie es nun bei Chuck gezeigt wurde. Da gab es doch die Rückseite des Posters, wo alle bisherigen Daten von ihm gesammelt wurden. So etwas gibt es bei Life schon seeeehr lange, nur ist es da nicht nur ein Poster, nein, es ist ein ganzer Raum, der mit Fotos und möglichen Verbindungen versehen ist.
Momentan scheint man seinen privaten Angelegenheiten näher zu sein, da dass FBI scheinbar gegen ihn ermittelt. Nicht zu vergessen ist, dass Charlie Crews so sympathisch ist, dass man ihn nur mögen kann!

So, last but not least steht für Donnerstag noch Scrubs auf dem Plan. Was kann ich über die Serie noch sagen? Es ist und bleibt wohl meine Lieblingsserie der ersten Stunde, meine erste Serie auf DVD, meine ersten Erfahrungen mit dem O-Ton – das verbindet nun mal. Mir würde es sehr, sehr schwer fallen, etwas negatives zu schreiben, aber ein Glück ich muss das nicht!
Der Senderwechsel hat der Crew rund um JD gut getan, mit neuem Elan ist man in eine neue Staffel gestartet, die letzte nach dem alten Konzept. Bill Lawrence kündigte ja schon vor der Ausstrahlung an, dass man wieder zurück zu den Wurzeln wollte, sprich den Humor der 1. und 2. Staffel wieder aufleben lassen wollte. Das ist gelungen. Nicht jede neue Folge kann die vorherige übertrumpfen, so muss es aber auch nicht sein. Die Serie ist mit mittelmäßigen Folgen immernoch unterhaltsamer als so manch andere. Hut ab, weiter so!
Aber nicht zu lange. Ich – als großer, großer, großer Fan – vertrete die Meinung, dass nach der jetzigen Staffel Schluss sein soll. „My Final“ wurde schon gedreht und der Titel spricht doch schon für sich, Schluss, Ende, aus, vorbei. Mir ist es lieber, wenn sich die Serie würdig verabschiedet. Ich möchte nicht, dass man das alles so lange hinzieht bis es keiner mehr guckt, so dass man schlussendlich gnadenlos scheitert und sich blamiert. Nein, nein, das muss wirklich nicht sein. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass nachdem schon lange bekannt war, dass sich Zach Braff und Bill Lawrence anderen Projekten zuwenden, wurden nun auch John C. McGinley und Donald Faison für Piloten an Land gezogen. Scrubs wäre nicht mehr das, wofür der Titel steht, denn damit verbinde ich eben jene Charaktere und nicht die neuen Interns, die nun vorsichtshalber eingeführt wurden.
In diesem Sinne: auf eine unterhaltsame, letzte Staffel dieser genialen Serie!

6 Antworten zu „Serienupdate #2“

  1. bmk sagt:

    Ich frage mich gerade, ob Du nicht Lust hättest, Deine Ausführungen über ‘Gary’ etwas ausführlicher auch mal wieder bei den Serienjunkies unter zu bringen.

  2. bullion sagt:

    Bei „New Adventures of Old Christine“ sehe ich die Sache ganz genauso. Wunderbar war neulich die Anspielung auf „Seinfeld“ (‘…once I was an empowered woman!’) und überhaupt ist Julia Louis-Dreyfus ein Genuss! Fremdschämen deluxe. Ansonsten ist die Serie nur nett.

  3. Inishmore sagt:

    Reaper habe ich aufgegeben, teils aus Mangel an Zeit, teils weil mich die Charaktere bis auf Ray Wise als Teufel einfach nicht mehr ansprechen.

    Gary Unmarried finde ich als klassische Familiencomedy richtig gut gelungen, ich fand aber auch schon die „Vorgängerserie“ Still Standing ziemlich gut.

    Bei Scrubs schließlich liegen wir auf der exakt derselben Meinungslinie. Eine 9. Staffel ohne die wichtigsten Personen und mit Schwerpunkt auf die neuen Interns (mit denen ich immer noch nicht kann) ist so sinnlos wie ein Leben von J.D. ohne Turk.

  4. ichistmeinname sagt:

    @bmk: Ich schreib dir die Tage ‘ne Mail! ;)

    @bullion: Ah guck an, diese Anspielung habe ich gar nicht bekommen.

    @Inishmore: Vorgängerserie? Wurde die schnell abgesetzt?
    Aber gut, dass wir uns bei Scrubs einig sind. ;)

  5. hugn sagt:

    @ichistmeinname: ich kann dir bei scrubs nicht ganz rechtgeben. natürlich ist die aktuelle staffel immernoch besser als die meisten anderen serien. aber die sache, dass jd und elliot wieder zusammen sind kommt mir irgendwie zu kurz. die begegnen sich ja im krankenhaus nichtmal mehr

  6. ichistmeinname sagt:

    @hugn: Was willst du da denn groß sehen? Die führen diesmal eine ganz „erwachsene“ Beziehung. Die aufs und abs haben wir ja schon in den ersten 3 Staffeln gesehen. Ich finde nicht, dass man die nun noch mal ganz verliebt darstellen muss, das passt so schon ganz gut. Arbeiten eben beide viel, nä?

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