Serienupdate #2

29. März 2009

Und auf geht’s in Runde 2: Mittwoch und Donnerstag.

Irgendwie fällt mir gerade auf, dass mittwochs nur Reaper läuft, kann das angehen? Was lief da denn sonst immer, also bevor die neue Staffel begann? House und Scrubs? Ich glaube ja. Wie dem auch sei, Reaper.
Nach der 1. Staffel weiß man, dass Sam der Sohn des Teufels ist. Hinzu kommt, dass sein „menschlicher Vater“ stirbt, genauso wie die zwei Dämonen, mit denen er sich angefreundet hat und mit Andi kommt er auch zusammen – das kann aber auch erst Anfang der 2. Staffel passiert sein. Da geht es nochmal so ein bisschen hin und her, weil Sam ihr nicht von Anfang an die Wahrheit über seine teuflischen Aktivitäten erzählt und es ist auch bis jetzt so, dass sie nicht weiß, dass der Teufel sein Vater ist – ist ja auch sehr schwer vorstellbar und scary. Nun habe ich noch das Gefühl, dass Ben immer mehr Anteil an der Storyline hat, gerade nun, wo er mit einer Dämonin zusammen gekommen.
Die Serie hangelt sich so durch die Folgen mit dem bekannten Fall der Woche, wo Sam eine Seele fangen muss, damit diese zurück in die Hölle gelangen. Die Autoren machen das relativ klug, da am Ende jeder Folge immer ein neuer Clue hinzugefügt wird, so dass man doch wieder einschalten muss. Zuletzt trat nun Sams „menschlicher Vater“ wieder auf, nur sah er dabei wenig lebendig aus. Da das ganze auf dem Sender „The CW“ läuft, geht das schon alles in Ordnung und wird neben den ganzen Teeny-Serien sowieso nicht allzu lange überleben – denke ich zumindest. Wirklich schade finde ich das auch nicht.

Der Donnerstag beginnt bei mir immer mit Gary Unmarried, gefolgt von The New Adventures Of Old Christine. Der Plot der Serien ähneln sich sehr, beim Erstgenannten ist der geschiedene Vater im Vordergrund – auch wenn die Kinder bei der Mutter leben, beim Letzteren wird das Ganze aus der Sicht einer Mutter erzählt.
Von der Art sind sie dann aber doch wieder unterschiedlich.

The New Adventures Of Old Christine wird von der schauspielerischen Leistung der Protagonistin getragen und der Humor basiert zu 90% auf Fremdschämen. Es ist aber auch Folge für Folge lustig, in was für Unsinnigkeiten Christine sich da wieder verfängt. Da hilft es eher wenig, dass ihr Ex-Mann eine neue, standhafte Beziehung führt, sie mit ihrem Bruder zusammenwohnt und ihr Sohn so zu Mamas Lieblingskind und umgekehrt. Das ist alles noch im annehmbaren Bereich und funktioniert prima als nette Unterhaltung am Donnerstagnachmittag.

Bei Gary Unmarried funktionieren meiner Meinung nach die Nebenfiguren genauso gut, wie der Protagonist selbst. Hier ist das Zusammenspiel zwischen mehreren Personen wichtig und das klappt auch gut. So gibt es einmal die viel zu engagierte und motivierte Tochter, den ein bisschen trotteligen Sohn, die nervige Ex-Frau, sowie den besten Freund. Letzterer ist zwar keiner der wichtigen Personen, aber der passt da auch irgendwie rein. Gary selbst ist natürlich der „Spaß-Elternteil“, so dass es oft genug Zündstoff für den nächsten Streit gibt, andersrum schafft sie es aber genauso gut ihn zur Weißglut zu bringen. Beliebtes Konzept ist es auch hier Gary als eher dümmlich darzustellen, funktioniert aber.
Die beiden Serien sind keinesfalls mit dem Power-Dienstag zu vergleichen, aber bei einem so leeren Donnerstag, erfüllen sie ihren Zweck.

Donnerstagabend wird dann noch die neuste Folge Life geguckt. Neben Castle die einzige Polizeiserie, die ich gucke und auch die erste. Ich habe nun weniger einen Vergleich, weil ich nie auf den NYPD, CSI, CIS usw -Zug aufgesprungen bin. Mein Gefühl sagt mir aber, dass das bei Life alles ein bisschen anders verläuft. Denn neben dem Fall der Woche, gibt es noch eine Nebengeschichte, die erzählt wird. Es gibt immernoch einen ungelösten Fall, denn der Protagonist lösen möchte – ähnlich wie es nun bei Chuck gezeigt wurde. Da gab es doch die Rückseite des Posters, wo alle bisherigen Daten von ihm gesammelt wurden. So etwas gibt es bei Life schon seeeehr lange, nur ist es da nicht nur ein Poster, nein, es ist ein ganzer Raum, der mit Fotos und möglichen Verbindungen versehen ist.
Momentan scheint man seinen privaten Angelegenheiten näher zu sein, da dass FBI scheinbar gegen ihn ermittelt. Nicht zu vergessen ist, dass Charlie Crews so sympathisch ist, dass man ihn nur mögen kann!

So, last but not least steht für Donnerstag noch Scrubs auf dem Plan. Was kann ich über die Serie noch sagen? Es ist und bleibt wohl meine Lieblingsserie der ersten Stunde, meine erste Serie auf DVD, meine ersten Erfahrungen mit dem O-Ton – das verbindet nun mal. Mir würde es sehr, sehr schwer fallen, etwas negatives zu schreiben, aber ein Glück ich muss das nicht!
Der Senderwechsel hat der Crew rund um JD gut getan, mit neuem Elan ist man in eine neue Staffel gestartet, die letzte nach dem alten Konzept. Bill Lawrence kündigte ja schon vor der Ausstrahlung an, dass man wieder zurück zu den Wurzeln wollte, sprich den Humor der 1. und 2. Staffel wieder aufleben lassen wollte. Das ist gelungen. Nicht jede neue Folge kann die vorherige übertrumpfen, so muss es aber auch nicht sein. Die Serie ist mit mittelmäßigen Folgen immernoch unterhaltsamer als so manch andere. Hut ab, weiter so!
Aber nicht zu lange. Ich – als großer, großer, großer Fan – vertrete die Meinung, dass nach der jetzigen Staffel Schluss sein soll. „My Final“ wurde schon gedreht und der Titel spricht doch schon für sich, Schluss, Ende, aus, vorbei. Mir ist es lieber, wenn sich die Serie würdig verabschiedet. Ich möchte nicht, dass man das alles so lange hinzieht bis es keiner mehr guckt, so dass man schlussendlich gnadenlos scheitert und sich blamiert. Nein, nein, das muss wirklich nicht sein. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass nachdem schon lange bekannt war, dass sich Zach Braff und Bill Lawrence anderen Projekten zuwenden, wurden nun auch John C. McGinley und Donald Faison für Piloten an Land gezogen. Scrubs wäre nicht mehr das, wofür der Titel steht, denn damit verbinde ich eben jene Charaktere und nicht die neuen Interns, die nun vorsichtshalber eingeführt wurden.
In diesem Sinne: auf eine unterhaltsame, letzte Staffel dieser genialen Serie!


Serienupdate #1

27. März 2009

Die Abiturprüfungen sind alle geschrieben, die Zeit der Lernerei ist vorbei. Natürlich habe ich in der Zwischenzeit nicht aufgehört meine geliebten Serien zu schauen; nur das Bloggen wurde vernachlässigt, denn tagsüber wurde gelernt – so ne Folge kann da schon als Pause zwischengeschoben werden und nachts im Bettchen hatte ich auch immer noch genug Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens. Natürlich habe ich weiterhin eine Meinung zu all dem was in der großen, weiten Serienwelt da draußen passiert – und es ist viel passiert!

Wo fange ich denn an? Ich gehe das ganze mal relativ schematisch an, in dem ich mich vom Anfang der Woche bis zum Ende durcharbeite – nicht alles ist erwähnenswert, aber es da wird schon was zusammenkommen, da bin ich mir sicher. (Zur Übersicht sind die Seriennamen ausnahmsweise in fett.)

Der Montag bringt mir neue Serien von zwei Pay-TV Sender.

Flight of the Conchords hatte diese Woche mit Folge 11 ihr zweites Staffelfinale, das damit endet, dass unsere neuseeländischen Lieblingsmusiker wieder in Neuseeland als „Shepards“ landen. Ich bin sehr, sehr gespannt, wie es von dort aus weitergehen kann. Denn bisher lebte die Serie davon, dass man fast gar nicht erfolgsloser sein kann als das Duo, sowohl was Musik als auch alles andere angeht. Seit der zweiten Staffel funktionieren die Comedy-Elemente noch besser als schon in der ersten, wo meiner Meinung nach die Songs den Höhepunkt jeder Folge ausgemacht hat. Inzwischen sind diese das Sahnehäubchen und das macht Flight of the Conchords zu einer großartigen Serie.

Nach vielen Lobeshymnen habe ich die erste Staffel Breaking Bad aufgeholt. Um’s kurz zu machen: es geht um Walter White, der mit Lungenkrebs diagnostiziert wird und durch die Herstellung und den Verkauf von Drogen an Geld für ihn und vor allem seine Familie rankommen will.
Anfangs wirkte mir das alles etwas zu zäh, es hat sich irgendwie sehr lang hingezogen. Doch irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich es einfach genoss zu zu schauen wie sich das ungleiche Paar (bestehend aus einem Chemie-Lehrer und seinem ehemaligen Schüler alias Drogendealer) aus noch so beschissenen Lagen wieder befreit. Die ganze Geschichte – besonders der Anfang – ist nichts für Leute mit flauem Magen, denn die Dinge die dort Folge für Folge passieren sind alles andere als spaßig, es geht ja schließlich um Leben und Tod.

Dienstag ist hauptsächlich Comedy-Tag, der mit zwei Dramen versüßt wird.

The Big Bang Theory ist besser denn je, obwohl die Story eigentlich immer die selbe ist, aber das ist egal, denn sie ist gut, Sheldon ist der Oberhammer und die ganze Truppe macht einfach Spaß – jede Woche auf’s Neue. Ein Glück die Serie wurde bereits verlängert!

Ähnlich sieht es mit How I Met Your Mother aus, nur dass hier sogar eine fortlaufende Story mit voraussichtlichen Ende erzählt wird. Die Sache zwischen Barney und Robin dümpelt zwar immer noch so in der Gegend rum, während Ted sich momentan nicht wirklich Mühe bei der Suche nach der Mutter seiner Kinder gibt. Aber darüber kann man einfach hinweg sehen, wenn die Witze stimmen und die erzählte Story trotzdem einfach gut ist. Ich meine Barney, der sich Schauspieler engagiert um seiner Mutter eine glückliche Familie vorzuspielen? Hallo? Und er gab seinem „Sohn“ noch nicht mal ‘ne Catchphrase. Nene, da man noch gar nicht möchte, dass die Serie vorbei geht, ist das Herumdümpeln auch völlig legitim.

Nach dem eher schwächeren Staffelende – zumindest erinnere ich mich an sowas – haut mich diese Staffel Two And A Half Men wieder um. Jake wird immer ekliger, dümmer und dadurch lustiger, Alan bleibt einfach erbärmlich, Bertha ist ganz die Alte, nur Charlie versucht es neuerdings mal mit ‘ner ernsten Nummer. Aber erstaunlicherweise klappt auch das, also ich fand es schon witzig, wie Charlie sich beim gesund Pflegen seiner Herzdame anstellte. Besonders als es darum ging das Katzenklo bei ihr zu Hause zu reinigen.

Charlie: I give you 20 bucks.
Alan: Done! Ha! I would have done it for 10.
Charlie: I would have given you a 1000.

Achja, die Serie wurde um zwei Jahre verlängert – wuhu!

Die größte Überraschung ist Rules of Engagement, das Thema der Serie gibt’s schon tausendfach, doch diese Staffel ist einfach richtig, richtig witzig. Ich musste bisher bei jeder Folge laut auflachen und ich bin gut trainiert, sowas passiert nur, wenn es auch wirklich, wirklich witzig ist. Die ersten zwei Staffeln habe ich gesehen, weil ich die Serie nett fand – aber mehr auch nicht. Bei Comedy-Serie kann man generell auch die gucken, die nur nett sind, weil pro Folge nur 20 Minuten anfallen, bei Dramen sortiere ich schon eher aus. Aber wie gesagt, die dritte Staffel ist richtig gut. Natürlich erfinden sie das Rad nicht neu, aber ich fühle mich unterhalten. Richtig gut sogar. Richtig, richtig gut.

Eine neue Serie habe ich auch am Start: Castle mit Nathan Fillion persönlich. Captain Hammer oder auch Captain Mal Reynolds – jeder wie er mag.
Der Plot sieht so aus, dass der gute Herr Fillion als Richard Castle ein bekannter Krimibuchautor ist, der schon unzählige Bücher raus gebraucht hat, wofür ihn besonders die Frauen lieben – nur seine Ex-Frau nicht. Der Pilot fängt damit an, dass jmd. in der Stadt so ziemlich so mordet wie es Castle in seinen Büchern beschreibt, so dass er als Hilfe von der Polizei engagiert wird. Nachdem der Fall gelöst war, hat Castle natürlich ausreichend Stoff für sein neues Buch, denn er stand ja kurz vor einer Schreibblockade. Diese soll nun dadurch verhindert werden, dass er an Ort und Stelle recherchieren darf. Sein Hauptaugenmerk gilt dabei der Polizisten Kate Becket, die Protagonistin in seinem neuen Roman sein soll.
Dazu kommt, dass er natürlich eine zu kluge und zu liebe Tochter hat und seine Mutter sich dagegen natürlich wie eine Teenagerin benimmt – und diese drei wohnen nun unter einem Dach. Denn natürlich wohnt die Tochter bei ihrem Daddy und nicht bei Mummy.
Obwohl vieles so vorhersehbar und alles voller Klischees ist, so ist Nathan Fillion einfach ein Schauspieler, den man gerne bei seiner Arbeit zuguckt – bzw. das Resultat seiner Arbeit anguckt. Er bringt genug Wortwitz in die Serie, dass es reicht um gut genug zu sein. Wie lange das klappt, wenn nur eine Figur eine ganze Serie hält, wird sich sehen lassen. Ich hoffe aber eher, dass die anderen Charaktere auch an Tiefe gewinnen, so kam seine Ex-Frau (die übrigens seine „Managerin“ ist) bisher nur im Piloten vor. Achja, nett ist auch, dass Castle mit seinen Erfahrungen – ich meine sogar, dass er Psychologie studiert haben soll – die Tatorte letztendlich sehr gut analysieren kann. Wobei er dabei meistens sehr weit ausholt – so wie es in einem Roman stehen würde.

Bei Chuck ist alles wie immer. Action, Humor, Herz. Wie oft das hin und her zwischen Sarah und Chuck noch so weitergeht, kann man wohl niemals sagen. Aber mir gefällt die Entwicklung zwischen Casey und Chuck, besonders in der Folge als der Brite mit an Bord war. Leider sind Awesome und Ellie immernoch nur sehr flache Charaktere, die nicht wirklich viel zu bieten haben, außer dass sie mit Chuck in einem Haus wohnen und sich ständig um ihn sorgen. Ich bin nun nicht unbedingt ein Fan des Duos Jeff & Lester, aber das geht schon in Ordnung solange es nicht zu viel und zu abgedreht wird. Mal schauen, wie der Cliffhanger am Ende der Staffel aussieht, denn irgendwie fehlt mir Chucks Suche nach seinem Vater – er hat es Ellie ja versprochen. Nun wird er ja erstmal damit beschäftigt sein die Daten aus seinem Schädel zu kriegen, ich bin gespannt. Abwarten.

Und nun kommen wir zu der Serie, die die Fans spaltet. Na, na? Klar, Heroes. Ganz zu Anfang möchte ich schon mal jedem, der nach der durchschnittlichen zweiten Staffel oder dem miserablen ersten Teil der dritten Staffel abgeschaltet hat, sagen: überspringt den Quatsch, ihr werdet keine Lücken haben und könnt einfach bei Volume Four einsteigen. Es geht wirklich bergauf. An die erste Staffel kann es zwar nicht anknüpfen, aber die Backstreet Boys werden heute auch nicht mehr so viel Geld verdienen wie den Neunzigern.
Es wird wieder spannend, Hiro ist nicht mehr so überflüssig – er ist zumindest witzig, ein nerviger Charakter ist tot, Sylar ist evil und die Fronten sind relativ klar. Relativ. Aber es ist nicht mit dem Fehlzündung am Anfang der Staffel zu vergleichen, wirklich nicht.
(SPOILER! Ich beiße mir im Nachhinein in den Arsch nichts über Rebell gebloggt zu haben, denn jetzt glaubt mir natürlich keiner, dass Mikah bei mir ganz oben auf der Liste der Verdächtigen stand, dahinter kam gleich Nathan, denn bei ihm bin ich mir noch nicht sicher, auf welcher Seite er steht und was genau er mit all dem bezwecken möchte. SPOILER!)

Seit wann warne ich vor Spoiler? Boah, hab ich schon lange nicht mehr gebloggt.

Auch House neigt sich dem Staffelende zu und nach dem holprigen Staffelbeginn hat mein Lieblingsartz wieder an Schwung aufgenommen. Es funktioniert einfach nicht so gut, wenn House und Wilson Beef haben, die beiden sind zuuuuuu gut zusammen, an diesem Konzept darf man nichts verändern. Ob House und Cuddy nun noch zusammen kommen oder nicht, steht genauso im Raum wie die Frage, ob Thirteen noch diese Staffel das Zeitliche segnet. Aber zwei Staffelfinale/Finals/Finalen hintereinander bei dem ein weiblicher Charakter tragischerweise stirbt? Wäre zu einfallslos und in dem Fall von Thirteen zu vorhersehbar.
Achja, wenn ich noch mal irgendwo hören oder lesen muss, dass jmd. Angst und Bange drum ist, dass House stirbt… Die Serie heißt House, somit wäre das Ende damit vorprogrammiert. Es ist einer der erfolgreichsten Serien, sowohl in den USA als auch hier in Deutschland – also bestimmt in anderen Ländern auch – niemand ist so dumm und klemmt so eine Geldquelle plötzlich ab.
PS: House ist awesome!

Puh, das tat gut. Dummerweise ist Dienstag nicht wirklich das Ende der Woche, geht aber noch weiter, nur nicht alles auf einmal.