
(Quelle: film.com)
Am gestrigen Abend lief Badland in der Sneak. Vorweg sei schon mal gesagt, dass der Film 160 Minuten lang war und nicht wirklich die Spannung halten konnte. Aber dazu am Ende mehr.
Der Protagonist ist ein amerikanischer Soldat, der als psychisches Wrack aus dem Irak wiederkommt. Seine Lebensverhältnisse sind auch nicht die besten; eine schwangere Frau, die nicht gerade den sympathischsten Eindruck macht und drei Kinder, die aufgrund der finanziellen Lage durch Zeitungen austragen für zusätzliches Geld sorgen müssen – und alle leben zusammen in einem Wohnwagen.
Nach einem harten Tag – Entlassung, Streit mit der Frau, gedemütigt vor den Kindern – läuft er Amok und erschießt seine Frau und die zwei Söhne. Nur seine Tochter, die während des ganzen Filmes immer wieder ihre Liebe zu ihm zeigt, bleibt am Leben und ist fortan mit ihm auf der Flucht.
Also die 2 1/2 Stunden im Kino waren größtenteils eine Qual. Zum Einen weil das wirklich kein Film für die Sneak ist und zum Anderen ist er einfach viel zu lang. – Das dachte ich zumindest noch fünf Minuten vor dem Ende. Wenn der Überraschungseffekt einen guten Film ausmacht, so wurde der er am Ende noch gerettet. Im Leben habe ich nicht damit gerechnet und schlussendlich machte es den Film für mich genial – vllt. immer noch zu lang, aber ich dachte echt “wow”.
Insofern du dir sicher bist, dass du diesen Film – der im Gegensatz zu Der Rote Baron als Antikriegsfilm bezeichnet werden kann – gucken möchtest, kann ich ja mit ruhigem Gewissen schreiben, dass gegen Ende die Tochter überfahren wird und nach seinem Zusammenbruch alles vorbei zu sein scheint. Aber der Film geht weiter. Man sieht den Protagonisten – wie in einer Szene am Anfang – am Tisch in seinem Wohnwagen sitzen und einfach nur in die Luft starren. Es hat alles nur in seinem Kopf abgespielt. Verrückt.
Den ganzen Film über habe ich mich gefragt, wie dämlich sein Amoklauf und alles doch war – für mich hat das überhaupt kein Sinn gemacht. Klar, er ist psychisch krank, aber warum sollte er nachdem er im Irak schon so viele Menschen sterben sehen musste, noch seine Familie umbringen?
Aber der kranke Gedanke allein, das halte ich für realistisch. Und in dem Filmkonzept einfach genial als Ende – dafür hat es sich ein wenig gelohnt zu warten.
Da aber keiner nach der Sneak meiner Meinung war, habe ich das Gefühl den Film falsch verstanden zu haben…

25. April 2008 um 7:48 |
Klingt interessant, für eine Sneak aber wirklich zu anstrengend. Da will man ja eher locker unterhalten werden und nicht groß nachdenken müssen… ;)