Nach circa einer Woche habe ich die erste (und einzige) Staffel Wonderfalls nun durchgeguckt. Leider wusste ich ja schon von Anfang an, dass es sich hierbei auch um ein Opfer der Quotenflaute handelt – nach nur 4 (!!!) Folgen wurde es abgesetzt. Jedoch habe ich gelesen, dass alle bis dahin gedrehten Folgen als Staffel released worden und es so noch zum Kult wurde.
So viel dazu.
Die Serie spielt in Niagara Fall und es dreht sich alles um Jaye Taylor, einer intelligenten Verkäuferin im Souvenirladen ‘Wonderfalls’ in den Mittzwanzigern. Intelligent kann ich deshalb so genau sagen, da mehrmals darüber gesprochen wird, dass sie einen guten Abschluss hatte, dies jedoch nicht als Chance für beruflichen Erfolg nutzt. Das ist auch der große Unterschied zu ihrer Familie, die sehr wohlhabend und erfolgreich ist: Vater – Arzt, Mutter – Reisebuchautorin, Bruder – hat u.a. einen PGD in Theologie, Schwester – Anwältin. Jaye lebt, eher abgekapselt von ihrere Familie, in einem Trailerpark.
Sie ist alles andere als eine frohnatur, auch der freundliche Umgang mit Fremden – vor allem mit Kunden – fällt ihr eher schwer.
Umso lustiger ist deshalb die Tatsache, dass Tierfiguren anfangen mit ihr zu reden und sie so dazu bringen Nettigkeiten für ihre Umfeld zu tun – sie kann sich auch gar nicht dagegen wehren.
Natürlich behält sie das alles für sich, da sie glaubt verrückt zu werden. Nicht mal ihrer (einzigen) Freundin Mahandra erzählt sie von ihren Sorgen. Die interessiert sich auch mehr für die Beziehung zwischen ihr und dem neuen Barkeeper in ihrer Stammbar. Eric heißt der Neue und ist kürzlich erst nach Niagara Fall gekommen, um dort seine Flitterwochen zu verbringen. Doch leider betrog ihn seine Frau mit einem der „Bellboys“, so dass er nicht mehr mit ihr spricht und auch nicht mehr in sein altes Leben zurückkehren möchte. Im Verlauf der Serie ergibt sich da natürlich eine kleine Liebesgeschichte, jedoch tacht auch seine Frau (Heidi) auf, so dass das Eifersuchtsdrama vorprogrammiert ist.
Kurz gesagt ist jede Folge eine Mischung aus skurrilen Momenten zwischen Jaye und sprechenden Figure (Kuscheltiere, Tieren auf Plakaten, ausgestopfter Fisch… etc), da es oftmals zu Streitereien in der Öffentlichkeit kommt, bei denen sie einfach nur bescheuert wirkt; Beziehungsverpflechtungen zwischen ihr und Famile/Freunde (mir gefällt es besonders, wie sich der Draht zu ihrere Familie entwickelt) und eben den „Aufgaben“, die sie von den Figuren bekommt und die nicht immer sehr eindeutig sind.
Zum Schluss noch kurze Schwämerei.
Ich finde es wichtig, dass der Pilot einer Serie mich anspricht und das war hier auf jeden Fall so. Das ganze Konzept und schon allein die Bilder, wie sie gezeigt werden, wie von einer Szene in die nächste gesprungen wird – es passt einfach.
Dann ist es für mich auch immer sehr nice, wenn ich bekannte Gesichter seh’; in diesem Fall ist mit Lee Pace (Pushing Daisies) ein sehr bekanntes dabei, so dass die „Herausforderung“ nicht so groß war, aber trotzdem freut es mich immer wieder, wenn ich weiß wen ich da sehe. Uh, genau, Jewel Staite (Firefly) spielt ja auch mit [Heidi].
Und ich liebe ja gute Opening Credits und dieser gehört einfach dazu, ich freue mich schon immer auf die Folge, während der Song läuft, es macht Lust auf mehr. Außerdem ist dieser von den Übergängen her aufgebaut wie in der Serie, so dass man vielleicht versteht, was ich grad eben meinte.
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Verfasst von ichistmeinname 