Gedanken über Fernsehen/Internet

Manchmal mach ich mir ja auch so meine Gedanken und zum Teil kommen dabei auch ganz interessante Sachen bei raus – subjektiv gesehen natürlich.

Wenn man sich so überlegt wie sich das Verhalten des Einzelnen im Internet so im Laufe der Zeit verändert hat und mich als Beispiel nimmt, dann sieht das ungefähr so aus:

Angefangen hat es mit sinnlosen Rumsurfen im Netz, weiter ging es dann mit der Anmeldung auf einer Communityseite eines Magazins. Das Forum und der Chat wurden häufig genutzt. Als es das Internet in meinem Freundeskreis so seine Kreise zog, fing das ständige E-mail schreiben an – bei meinem 2. E-Mailaccount, den ersten hat mir damals mein Bruder gemacht, das weiß ich noch genau!
Weil die Zahl der bekannten Internetnutzer immer größer wurde, meldete man sich natürlich auch gemeinsam in einem Chat an, dort verbrachte man dann seine Zeit mit dem ergattern von Rängen und ähnlichem Schnickschnack. Zeitgleich fingen “meine Leute” auch an Instant Messenger zu nutzen, so dass nur noch gechattet wurde. “Neu” hinzu kamen dann noch Gamesfunktionen, da chatten allein ja nicht mehr reicht, gel? Kommunikationsmöglichkeiten wurden durch Telefonfunktionen erweitert, später auch mit Webcamübertragung.

So, worauf ich aber eigentlich hinauswollte kommt jetzt…
Mit Youtube und Wikipedia wurde das Internet für mich neu aufgemischt; jeder kann nun Videos hochladen und jeder kann sie sehen; jeder kann Artikel verfassen und bearbeiten. Ich kenne niemanden, der für seine Schulaufgaben nicht mindest einmal bei Wikipedia was ausgedruckt hat, um zumindest irgendwas im Heft stehen zu haben.

(Link – sorry, aber ich mach grad ‘ne Art The Office Marathon)

Weiter versucht fast jeder sich im Internet zu präsentieren, sei es durch “normale” Homepages, Blogs, ausgiebige Profile (auf myspace.com, im schuelervz/studivz).
Das ist schon alles Standard geworden; man fragt einen Arbeitskollegen nicht, ob er vielleicht eine E-Mailaddresse hat, sondern ob er eine eigene Internetpräsenz hat, wo und wie auch immer.

Wenn man nun weiterdenkt, besonders mit meinem Gedanken von vorgestern im Hinterkopf, könnte man doch “hoffen”, dass jeder seinen eigenen Sender hat – wär das nicht mal ‘ne Idee? Ich finde die genial.
Klar, jetzt nocht nicht umsetzbar, aber für die Zukunft sollte man sich sowas in der Art überlegen. Zum Beispiel kann man auf Premiere Direkt von vorgegebenen Filmen einen auswählen, den man sich anschauen möchte. Jeder sollte sich jederzeit sein Programm aussuchen können – wie basti auch schon geschrieben hat. Ich habe jetzt Lust auf die neuste Folge “The Office”, also schalte ich meinen Fernseher ein, gebe den Titel der Folge ein, wähle es aus und “zack”, viel Vergnügen.
Wie das nun mit der Werbung ist, habe ich mir noch nicht ganz überlegt, denn auf Premiere gibt es die ja beispielsweise nicht, so wäre das im Grunde ein Schritt zurück…

5 Antworten zu “Gedanken über Fernsehen/Internet”

  1. Ulf sagt:

    Mir würde vorerst ja schon ein Sender reichen, auf dem Serien und Filme im Original laufen würden. Das fänd ich richtig genial

  2. Aoife sagt:

    Ich stell mir sowas lieber nicht vor…da würde ich tagelang vorm Fernseher hängen :roll:

  3. bullion sagt:

    Das wird auch so kommen – vielleicht nicht in den nächsten paar Jahren, aber wenn in 5-10 Jahren die “normale” TV-Struktur noch besteht, würde ich mich doch sehr wundern.

    Live-TV wird aber weiterhin bestehen bleiben und wohl mehr Eventcharakter bekommen.

    Ich denke beide Formen wären nebeneinander ideal für alle Zuschauer.

  4. izanagi sagt:

    Netter Gedanke, dazu will ich auch noch ne Menge bringen.

    Werbung ist grundsätzlich kein Schritt zurück, weil die Masse kein Bock auf Pay-TV hat. Werbefianziertes Fernsehen wird bleiben. Der Vorteil neuer Technologien wäre aber, dass sich direkter Werben lässt. Da die Nischen in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen werden (weil jeder selbst zum Produzenten wird), lässt sich auch viel direkter für die Nische werben. Beispiel Videospiele: Wenn ich einen Videospielpodcast mache, dann will da doch kein Waschmittelhersteller werben, sondern die neusten Games. Und die Werber wissen, dass sie direkt beim Kunden ankommen.

    Und zum Internet generell: In Zukunft wird es auch kein offline mehr geben. Geräte wie das iPhone zeigen, dass wir in naher Zukunft rund um die Uhr online sein werden. Auf der re:publica wurde es mit warmen Wasser verglichen. Jeder Haushalt hat warmes Wasser, es gehört zum Leben wie Strom und Wärme dazu. Und für viele tut das Netz das jetzt auch schon ;)

  5. gutes-fernsehen » Blog Archive » … und Fernsehen für Möchtegernkriminelle. - MTV-Jubiläum: 25 Jahre Fernsehen für Vol… sagt:

    [...] geclonten Weibern, rappen im Auto durch die Stadt checken mit finsterer Metall-Miene ihren Kiez, etc etc. Oder diese auf witzig getrimmte grenzüberschreitende Verarschung irgendwelcher Leute, wie das [...]

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