House Revival

16. Dezember 2007

Eigentlich wollte ich über das Staffelfinale der genialen Serie Pushing Daisies ein paar Worte loswerden, so habe ich es mir zumindest gestern vorgenommen. Leider bin ich dann gestern Nacht mitten in der Folge eingeschlafen… – damn it!

Aaaaber, dafür habe ich gestern und heute paar Folgen der ersten Staffel House geguckt und ich muss sagen, dass es einfach delicious ist. Es sind so viele Kleinigkeiten, die einem beim zweiten Gucken erst deutlich werden – ein Genuss.
Zwar fehlen mir einige Inhalte, die ich an den akutellen House-Folgen einfach liebe – wie z.B. die Dialoge zwischen House und Wilson, die einfach noch nicht so „knackig“ sind. Dafür wird viel mehr Wert darauf gelegt, dass House als „bad ass“ rüberkommt, der sich mit seiner Chefin anlegt, dem die Patienten egal sind – es werden nur die Krankheiten behandelt – und dem Regeln völlig egal sind.

Was mir auch völlig aus dem Gedächtnis abhanden gekommen ist, ist die Tatsache, dass sie schon in der 4. Folge jemanden sterben lassen. Klar, ist ja nichts ungewöhnliches in einer Arztserie, aber es war ein Neugeborenes. Nicht viel älter als 3 Tage. Klein. Unschuldig.
Als der Herr neben mir ständig rumzuckte, da Nadeleinstiche, Nervenwasserproben und ähnliches gezeigt wurde (wie ist noch der Fachterm für das Aufschneiden des Halses, damit so die Schläuche in die Luftröhre kommen?), und eben auch die Szene mit dem kranken Kind, musste ich ihm immer wieder sagen, dass das doch nur eine Serie ist. (Mich lässt sowas wirklich kalt; als mir dieses Jahr im Krankenhaus Blut abgenommen wurde, habe ich sogar extra zugeschaut wie es in den Behälter läuft, weil mich das Gefühl und der Anblick dazu einfach fasziniert hat.) Aber in dem Moment, wo das Kind gestorben ist, der Mutter davon erzählt wird – sie dann mehr oder weniger zusammenbricht – wurde mir schon mulmig. Ich weiß, dass ich bei Serie/Filmen oft emotional werde, aber meist nur, weil ich den Charakter sympathisch finde (s. Scrubs S03E14, in der Ben stirbt).
Daher finde ich es schon echt „krass“, wie stark mich so was treffen kann – sowas zeichnet gute Serien sicherlich aus, bzw. gute Dramen.

Danke, das war mein Wort zum Sonntag!

Edit: Gestern ist mir ein Fehler unterlaufen, so dass ich den Post hier nur als Entwurf gespeichert habe, narck!