Soho, willkommen zu Runde 2!
Wahrscheinlich nicht allzu bekannte Serien, da der Hype bei beiden nicht annähernd so groß ist wie beispielsweise für Heroes oder Chuck, um auch eine neue Serie zu nennen - als besserer Vergleich. Nichtsdestotrotz bin ich drangeblieben und habe sie mir zur letzten Folge der Staffel angeguckt - die ja wegen des Streiks verkürzt ist.
Bei Reaper ist natürlich zu erwähnen, dass es in den TOP 3 der mit Spannung erwartetenden Serien der US-Tv-Blogger stand, somit also hohe Erwartungen bestanden. Das war auch bei mir nicht anders, denn der Pilot war einfach nur herrlich - netter Soundtrack, nette Charaktere, netter Story, nettes Konzept. Man liest das Problem eventuell schon raus - es war eben nur nett. Und das wurde leider mit den weiteren Folgen nicht besser, eher schlechter. Die Story wirtke schon bei der dritten oder vierten Folge öde, da im Prinzip immer wieder das gleiche erzählt wurde nur mit “neuen” Seelen, die zurück in die Hölle gebracht werden mussten.
Um kurz den Aufbau einer Folge zu beschreiben:
Protagonist versucht eine Verabredung mit seiner Herzdame klar zu machen, bekommt dann seinen Auftrag vom Teufel, geht mit seinen 2 Kumpels los, aber beim ersten Mal scheitern sie beim Versuch die Seele einzufangen. Darum verpasst er schließlich das Date, muss aber trotzdem noch mal los um die Seele einzufangen, was dann auch schließlich funktioniert. Danach redet der Protagonist wieder mit seiner Herzdame, die dann entweder seine Entschuldigung annimmt oder ihn weiterhin ignoriert. Am Ende kommt dann immer noch ein guter Spruch vom Teufel und schon ist die Folge vorbei.
So sah es auch beim Finale aus - soweit ich mich erinnere.
Wenn man das Konzept nur auf Comedy ausgelegt hätte, würde es evtl. besser ankommen, denn die Tatsache, dass das künstliche Drama und die eintönigen Handlungsstränge auf 40 Minuten verzerrt werden, verdirbt einem den Spaß am Gucken.
Ich konnte z.B. selten eine Folge Reaper am Ende gucken, da ich am nächsten Morgen die dann immer noch einmal gucken musste, da ich mittendrin eingeschlafen bin - und das passiert mir wirklich fast nur bei Reaper, insgesamt aber auch eher selten.
Hier muss ich wirklich zugeben enttäuscht zu sein und normalerweise gebe ich mich auch mit weniger zufrieden, doch es unterhält mich einfach nicht auf 40 Minuten, wären es 20 Minuten, dann würden die paar Witze die gemacht werden - und oft für ein Zitat gut sind - stärker ins Gewicht fallen. Schade eigentlich…
Anders war es bei Life, denn vom Piloten war ich ein wenig enttäuscht - ich hatte einfach mehr erwartet. Es geht um einen Cop - ich stehe eigentlich überhaupt nicht auf Polizeiserien, also wirklich gar nicht - der 15 Jahre im Gefängnis saß, aber zu Unrecht. Als er wieder rauskommt, nimmt er seinen Beruf wieder auf und löst ganz normal seine Fälle, aber natürlich ist er mehr oder weniger “der Beste” - hier werden oft Parallelen zu House gezogen.
Auf jeden Fall entwickelt sich die Serie sehr gut, denn die Hintergrundshandlung besteht daraus, dass der Protagonist versucht den wahren Täter des Mordes zu finden für den er fälschlicher Weise im Knast saß.
Ich finde besonders seinen Charakter richtig klasse, da man ja von jemanden der 15 Jahre hinter Gittern saß, eher erwartet schlecht gelaunt zu sein, depressive Stimmung. Nicht aber der Protagonist, er ist ein richtiger Strahlemann! Charmant im Umgang mit Frauen, besonders mit seiner Kollegin. Und im Grunde voller Lebensfreude, hinzukommt eben seine “Gabe” Fälle zu Lösen in dem er auf Verdächtigte und Zeugen gut eingeht und sie mit “psychologischen Tricks” ein wenig um den Finger wickelt.
Das Finale bestand dann aus einer Doppelfolge (für die merkwürdiger Weise das Programm umgestellt wurde, denn eine Folge lief wie gewohnt Mittwoch, der zweite Teil dann aber schon Montag) in der erste große Schritt in seinem eigenen Fall gemacht wird, der Mörder wird gefasst. Doch damit ist der Fall noch nicht gelöst, da wohl damals auch eine Menge Geld abhanden gekommen ist, wo er selbst seine eigenen Leute (also Polizisten) als Täter ansieht - sprich eine geplante Großaktion von höher gestellten des Dienstes.
Somit endet die 1. Staffel mit “viel” Geballer (was vorher so gut wie nie vorkam), dem gestellten Mörder und dem genialen Protagonsiten in Höchstform, aber auch vielen Unklarheiten, die genug Stoff für Staffel 2 lassen - ich bin gespannt!
Verfasst von ichistmeinname
