Überall liest man nur noch vom Streit der US-Autoren. Meistens sind das aber so lange Beiträge, dass ich mir denke „Ja, nee, ich will nur kurz wissen was anliegt.“ und die dann auch noch überfliege. Ich weiß ja nicht wie das bei anderen ist, aber ich hatte bis letztens nicht mal ne Ahnung warum die überhaupt streiten.
Daher war ich sehr froh, als ich folgendes Video fand:
Meiner Meinung gibt das einen guten Einblick, zumindest weiß ich jetzt was der ganze Aufwand soll.
[Quelle: daemon's tv]

11. November 2007 um 10:10 |
Dank, dieses Videos bin ich jetzt auch aufgeklärt. Ich hatte auch keine Ahnung, was da los ist und so hoch sind die Forderungen ja eigentlich auch gar nicht. Sie kommen mir zumindest nicht hoch vor.
11. November 2007 um 10:12 |
So ging’s mir auch…, das klingt eig. nach fast nix und ständig lese ich darüber, dass die sich gegenseitig die Schuld (woran?) in die Schuhe schieben wollen und sowas – crazy stuff.
11. November 2007 um 11:21 |
Ich könnte ja jetzt weit ausholen, aber genau das soll ja hier anscheinend vermeiden werden ;-)
Wie in den Video bereits angesprochen wurde, betrifft die Beteiligung ja nicht nur die Autoren, aber der vorliegende Tarifstreit schon. Mit anderen Worten: da kommen nächstes Jahr noch drei Gruppen, die sich nicht mit weniger zufrieden geben wollen, als die Autoren rausholen werden.
Wenn man aufmerksam mitliest, finden ja so ziemlich alle die Forderungen der Autoren vernünftig. Deswegen ‘müssen’ die Firmen versuchen, ihnen zumindest in den Medien einen Teil an der Schuld des Scheiterns der bisherigen Verhandlungen anzuhängen. Einfache Verhandlungstaktik.
12. November 2007 um 11:58 |
Och, du hättest dich ruhig auslassen können, denn dann wüsste auch ich über jedes Detail Bescheid. Mein ‘Problem’ ist ja nur mehr oder weniger, dass überall darüber geschrieben wird und ich irgendwo dann die Übersicht verliert und es dann ganz lasse.
Das in nächster Zeit andere Gruppen auch mehr Geld fordern, ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Inwiefern ist sowas denn machbar? Ich meine, das alles muss ja auch organisiert sein. Die Autoren können das doch nur machen – kann auch sein, dass ich falsch liege – weil sie alle Teil der WGA sind, oder nicht?
12. November 2007 um 5:24 |
Hollywood ist recht ‘fest’ in der Hand von Gewerkschaften. Die Fernseh- und Filmdarsteller sind in der SAG (Screen Actors Guilde) organisiert, die Regisseure sind ebenso in einer Gewerkschaft organisiert. Ob die im Filmchen genannten ’sonstigen Arbeiter’ auch so gut organisiert sind, weiß ich allerdings momentan auch nicht.
Die jeweiligen Tarifverträge der Darsteller und Regisseure laufen im nächsten Jahr aus, dann wird auch da neu verhandelt.
Auch, wenn sich die Forderungen der Autoren gering und vernünftig anhören, muss man das halt mindestens mal verdreifachen, um alle Beteiligten abzudecken. Und man muss bedenken, dass es eben um Prozente geht, für alle Ewigkeit.
Milchmädchenrechnung: eine Firma macht 1.000.000.000 Dollar Umsatz im Jahr mit dem Internetverkauf, von dem momentan keiner was abbekommt. Davon sein 20% Gewinn (der Rest ist das Vorhalten der Infrastruktur, Personalkosten, Steuern etc.) Nun kommen drei Gewerkschaften, wollen je 2,5%. Die gehen voll vom Gewinn ab, macht also nur noch 12,5% Gewinn. Gewinn braucht man, um a) Investoren auszubezahlen, b) selber weiterhin investieren zu können, c) für ein gutes Unternehmensergebnis, von dem zum einen die Börsennotierung des Unternehmens abhängt (andererseits aber eben auch die Einschätzung der ‘Fähigkeiten’ der Unternehmnesführer – was wiederum einen Einfluss auf das Gehalt beim nächsten Job hat).
12. November 2007 um 9:33 |
Jetzt bin ich wieder ‘ne Ecke schlauer, vielen Dank dafür! ;) Und dein Beispiel ist sehr gut verständlich, find ich gut. ^^
12. November 2007 um 10:26 |
[...] mitteilte (also ich musste das schon lesen), dass Online Serien momentan aufblühen und das wegen des Streiks wohl so weitergehen [...]