Warum man ‘Studio 60 on the Sunset Strip’ trotzdem sehen sollte

Anfang der Woche habe ich nach langem Hin und Her die Serie endlich geschaut, in 3 Tagen - puh. Zur meiner Verteidigung möchte ich sagen, dass ich momentan Ferien habe und somit sehr viel Zeit.
Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, nach seiner Empfehlung und seiner Review wurde ich keineswegs enttäuscht.

Das Problem bei ‘Studio 60′ ist, dass es von Kritiken anfangs umschwärmt und nach denen ersten paar Folgen in der Luft zerrischen wurde, hinzu kam noch, dass auch die Quoten nicht wirklich den Erwartungen entsprach.
Mit Stars wie Matthew Perry, Bradley Whitford und Amanda Peet wollte man sich Erfolg vorprogrammieren. Viele waren der Ansicht, dass dem nicht so war.

Es ist aber auch nicht unbekannt, dass sich besonders Sendercheffe bei sowas oft irren. Als Beispiel möchte ich da ‘Scrubs’ erwähnen, die Serie wurde nach der Golden Globe Nominierung aus dem Programm genommen - wtf?
Nun aber wirklich zur Serien.

Es ist ein Show-within-a-Show Format bei der es um eine fiktive, SNL-ähnliche Show namens ‘Studio 60 on the Sunset Strip’ geht. Matt Albie (Matthew Perry) und Danny Tripp (Bradley Whitford) agieren als Producer der Show, Vorstandsvorsitzer Jack Rudolph (Steven Weber) und President Jordan McDeere (Amanda Peet) stehen für den (ebenfalls fiktiven) NBS. Ebensfalls wichtig für den Handlungsverlauf ist eines der Cast-Mitglieder, Harriet Hayes (Sarah Paulson), da hier Beziehungsprobleme mit Ex-Freund Matt vorprogramiert sind.

Mich persönlich konnte die Matt-Harriet Storyline eher weniger begeistern, was aber nur daran lag, dass ich Harriet extrem unsympathisch finde. Ich könnte mir vorstellen, dass diese beziehungslastigen Folgen bei vielen Zuschauern als nervig und langweilig empfunden wurden. Mir ging es nämlich ähnlich, nur gibt es zum Ausgleich genug andere Handlungsstränge, die mich immer wieder zum Weitergucken animierten.

Und genau das macht die Serie meiner Meinung nach so sehenswert, es ist für jeden ein Charakter dabei mit dem man sich identifizieren kann, nicht nur die 5 genannten, sondern auch noch Nebenrollen aus dem Writer-Team, in dessen Privatleben auch ein Einblick gewährt wird.

Es handelt sich hier um ein mitreissendes Drama, dass einen guten Einblick ins Showbusiness gibt, wo auch immer wieder witzige Moment durchkommen, die keineswegs aufgesetzt, sondern viel mehr charmant und frisch wirken.

Das entspricht auch meinem letztendlichen Gesamteindruck - frisch, charmant und mitreissend.
Es fing mit viel Schwung an, der mittendrin zwar nachlässt, dafür mit einem runden Abschluß, der alle zufrieden stellt, endet.

Wurde überhaupt deutlich ‘warum man Studio 60 trotzdem sehen sollte’?

4 Antworten zu “Warum man ‘Studio 60 on the Sunset Strip’ trotzdem sehen sollte”

  1. Ulf sagt:

    Ich war schon beim zweiten Absatz überzeugt. Matthew Perry! Juchuu, die Serie muss her, aber sofort! ^^

  2. izanagi sagt:

    Wie gesagt, Kritiken (aus den etablierten Medien) sind für den Arsch. Und Quoten erst recht, je schlechter die Quote, desto besser muss das Format eigentlich sein…

  3. ichistmeinname sagt:

    @iza: Ja, nee, das kann man so auch nicht sagen, bei Heroes war es zum Beispiel anders, wobei du nun auch sagen kannst, dass Ausnahmen nunmal die Regel bestätigen…

  4. juliaL49 sagt:

    Dochdoch, es wurde schon deutlich :-)
    Ich hab auch erst wegen Matthew Perry reingeschaut und war wirklich begeistert!

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