Man merkt, dass sich die Season langsam ihrem Ende zuneigt und es auch wie letztes Jahr teilweise schade und teilweise erfreulich. Schade für die Serien, die sich auf einem Höhenflug befinden, erfreulich dementsprechend für die Serien, die zuletzt nicht zu überzeugen wussten.
(Vorweg: bei Scrubs bin ich nicht auf dem neusten Stand)
Two And A Half Men beendet in den nächsten Woche seine bereits sechste Staffel und in der Zeit hat man Charlie eigentlich nur in seinem gewohnten Bachelor-Leben sehen dürfen. Eigentlich, da er sich zuletzt
auf eine Dame festgelegt hat und nun neue Probleme, die jeder, der schon mal in einer Beziehung war, kennt. Für Charlie ist das hingegen alles neu und genauso ist es auch für mich als Zuschauer eine neue Situation, an die ich mich erstmal gewöhnen muss. Der Humor und die Sprüche sind auf dem gleichen hohen Niveau wie vorher auch, nur ist neuerdings mal Abwechslung drin. Das ist neu. Ich mochte die Routine, die die Serie in den Jahren immer wieder zeigte. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass Charlie die Rolle des Verlierers mal gut tut, denn das ist er automatisch, wenn er mit einer Frau eine Beziehung führt. Weiß Mann, Charlie muss das teilweise noch lernen und ich bin gewillt ihm beim Versagen und Wiedergutmachen zuzuschauen.
The Big Bang Theory hat in den letzten Wochen leider seinen Sheldon-Effekt verloren bzw. geht er langsam verloren. Man gewöhnt sich an seine Verrücktheiten, sowie es die drei Herren um ihn herum schon lange getan haben. Die Folge, in der er bei Penny übernachten musste, fiel da nicht ganz so negativ auf wie Folge in dieser Woche, da es irgendwo auch eine lustige Geschichte war, die erzählt wurde. Es wird nämlich problematisch, wenn sich nur Sheldon geklammert wird oder er halb ausgeklammert wird. Die Mischung macht’s und es ist mir so in Erinnerung geblieben, dass das gerade in der ersten und am Anfang der zweiten Staffel besser geklappt hat. Keine Frage, es ist immer nur überdurchschnittliche Unterhaltung, jedoch ist man bei der Serie andere Maßstäbe gewöhnt.
Ich sehe hier nur ein Problem, wenn Chuck Lorre einem ähnlichen Prinzip nachgeht wie bei Two And A Half Men, wo es wie o.a. eben sechs Jahre nach dem gleichen Muster abläuft. Das mag bei Charlie Harper und Konsorten funktionieren, aber bei The Big Bang Theory wird es das meiner Meinung nach nicht. Die Serien funktionieren einfach auf einem ganz anderen Level, so dass Sheldon und co. wieder zur alter Form zurückfinden müssen, noch bevor es problematisch werden könnte.
Castle soll ja mein Ersatz für die nun endgültig abgesetzte Crime-Serie Life sein. Das kann auch sehr gut funktionieren, da Nathan Fillion seit Firefly und Dr. Horrible einfach ein Held ist, den ich mit Fernsehvergnügen verbinde (die Tatsache, dass er bei Desperate Housewives eine kleine Nebenrolle hatte, wird übersehen). Bisher liegen die Charaktere zu Gunsten des Protagonisten ein wenig auf der Strecke, aber die Serie befindet sich schließlich noch in der Anfangsphase. Diese Woche kam mit dem Ex-Partner Beckets ein frischer Wind auf, da Castle klar wurde, dass auch eine Polizisten ein Beziehungsleben führen kann. Worauf genau das ganze mit denen hinausläuft, weiß man natürlich noch nicht und genauso wenig bin ich mir über meine Meinung darüber unsicher. Es wäre zu einfach, wenn die beiden Hauptpersonen zusammen kämen. Das gibt es schon oft genug.
Einziges Problem sehe ich dadrin, dass mich die Fälle und der Wortwitz Fillions allein nur schwer halten können. Es fehlt noch das gewisse Etwas, das keine Person ist. Irgendeine Tatsache.
Abwarten.
How I Met Your Mother hat zur Zeit ja ein Problem mit ihrem weiblichen Cast: sie sind schwanger. Bei Robin ist es scheinbar noch nicht ganz so dramatisch wie bei Lily, da sie nur unauffällige Kleidung tragen muss oder Gegenstände die Bauchgegend verdecken (Handtaschen sind da sehr beliebt). Nun war und bin ich mir nicht sicher, ob ich das bei Lily einfach witzig gelöst finden soll oder eher sehr ideenlos. Zur Erinnerung: Barney erzählt ihr einen wohl sehr versauten Witz, woraufhin sie in den nächsten vier Wochen (laut Teds voice-over) keiner sieht. Irgendwie ist es ja doch eine Möglichkeit, die sie nur bei dieser Serie in Erwägung ziehen könnten. Ich glaube ich finde es witzig.
Richtig umgehauen, so dass mir Details in Erinnerung geblieben sind, haben mich die letzten Folgen jedoch nicht. Schade. Ansonsten kommt man dem Rätsel um die gesuchte Mutter natürlich noch nicht näher, da die Serie noch nicht an ein Ende denken muss. Und ja, ich habe die Folge gesehen, in der Stella wieder da ist – in diesem Fall könnte sie sogar länger bleiben, Scrubs ist schließlich schon vorbei). Jedoch möchte ich an eine Folge erinnern, in der der gelbe Regenschirm die Mutter kennzeichnen sollte. Stella hat einen blauen Regenschirm, den gelben hat (noch) Ted.
Ich könnte mir vorstellen, dass Stella ihm wieder über Umwegen zu einer neuen Lady führt, aber sie selber ist natürlich nicht die Mutter.
Heroes. Wie bereits erwähnt ist das Ende der dritten Staffel wieder sehenswert. Sylar ist mehr oder weniger tot, lebt jedoch in Nathans Körper weiter. Wobei es ja eigentlich genau andersrum ist. Nathan ist derjenige, der von Sylar umgebracht wurde. Letztendlich wurde Sylar dann aber durch Matt Parkman dazu gezwungen sich durch seine “shape-shifting” Fähigkeit in Nathan zu verwandeln, so dass dieser weiterleben kann und Sylar endlich besiegt ist. Außerdem wird nach und nach auch die Regierung über die Fähigkeit der Helden aufgeklärt. Dazu fällt mir die Szene mit Nathan ein, der plötzlich zu seinen Kräften steht und vor den Wachen anfängt zu fliegen. Nun ist die Frage, ob die Regierung und generell die Welt nun aufgeklärt bleibt bzw. wird oder es unter bestimmten Methoden doch wieder alles verpfuscht wird. Man wird es sehen. Vor allem bin ich aber gespannt, ob die Macher es schaffen, den Anfang der nächsten Staffel wieder so zu versauen.
Auch Chuck hat sein Staffelfinale bereits hinter sich, jedoch ist hier noch ungewiss wie es weiter geht. Wäre schade, wenn es das Ende gewesen sein sollten, dafür endet das zu offen, wenn auch verwirrend und kitschig. Kitschig, da Ellie ihre Traumhochzeit bekommen hat – die richtige musste wegen Komplikationen abgesagt werden (und nein, es war natürlich nicht unlogisch, dass die Gäste nebenbei überhaupt nichts von der Schießerei und sonstigen Krawallen mitbekommen haben; hinzu kommt noch, dass die Bösen natürlich lange gezögert haben statt direkt auf Chuck zu schießen und ebenso erstmal die Situation abwarten als Casey durchs Dachfenster mit seiner Truppe eintrifft statt ihn zu erschießen.
Naja, letztendlich hat Chuck ein neues Intersect in seinem Hirn, so dass er dadurch Fähigkeiten erlernen kann – in diesem Fall war es Kung Fu. Das würde sicherlich neue Aspekte für die zweite Staffel bringen, da Chuck nun bei Einsätzen mehr sein kann als der tolpatschige Nerd, der mit seinen Chucks am Fenster stecken bleibt. Aber eigentlich ist es doch das, was man an ihn so mag. Er ist eben kein Superagent, sondern nur großgewachsener Nerd. Abwarten.
Scrubs zeigt sich zum Abschied von seiner besten Seite. Gerade die Hochzeitsfolgen haben noch einmal zusammengefasst, was der Fan an seiner Serie so sehr mag. Es kamen nur die altbekannten Charaktere vor, Turk- und-JD-Momente/Verrücktheiten, Beziehungsprobleme und ein Happy End. Dabei wurden sowohl die JD&Elliot-Skeptiker als auch ihre Befürworter erfreut, denn meiner Meinung nach war es nicht zu viel und nicht zu wenig. Früher wurde es häufig übertrieben, in den letzten Folge blieb es ein wenig außer Acht und so kamen die Folge gerade zum Ende zur rechten Zeit.
Die Folge mit Sam lässt wieder ein großes Fragezeichen aufziehen, da JD bemerkbar macht, dass er mit der Situation unzufrieden ist. Logisch, denn ein Vater gehört nun mal zu einem Kind dazu und dieser soll auch gefälligst für das Kind da sein. Genau das will JD tun, nur ist er leider nicht mehr mit der Mutter seines Sohnes zusammen, was die Lage deutlich erschwert. Wie genau das in den drei verbleibenden Folgen aufgelöst werden soll, kann ich mir nicht richtig vorstellen. Ein offenes Ende genauso wenig.
Übrigens, wie gut war es bitte, dass Bill Lawrence diesmal einen Auftritt mit Sprechanteilen hatte?
Nachtrag: Habe nun noch die Folge vor dem Finale gesehen. Nun nimmt das Ende auch klarere Züge an, da JD das Sacred Heart verlassen hat. Das erinnert mich ein wenig an Friends, wo am Serienende die jeweiligen Paare und Singles getrennt Wege gehen mussten. So wird es hier wohl auch ablaufen. Die Beziehung zwischen Turk und JD wird auf die Probe gestellt, hier bricht der Kontakt zum ersten Mal seit dem College ab. Tough break, sozusagen. Das Finale gibt es hier dann in zwei Wochen.
In diesem Sinne: Smell you later!
Verfasst von ichistmeinname
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