kurzer Rückblick

8. Mai 2009

Man merkt, dass sich die Season langsam ihrem Ende zuneigt und es auch wie letztes Jahr teilweise schade und teilweise erfreulich. Schade für die Serien, die sich auf einem Höhenflug befinden, erfreulich dementsprechend für die Serien, die zuletzt nicht zu überzeugen wussten.

(Vorweg: bei Scrubs bin ich nicht auf dem neusten Stand)

Two And A Half Men beendet in den nächsten Woche seine bereits sechste Staffel und in der Zeit hat man Charlie eigentlich nur in seinem gewohnten Bachelor-Leben sehen dürfen. Eigentlich, da er sich zuletzt
auf eine Dame festgelegt hat und nun neue Probleme, die jeder, der schon mal in einer Beziehung war, kennt. Für Charlie ist das hingegen alles neu und genauso ist es auch für mich als Zuschauer eine neue Situation, an die ich mich erstmal gewöhnen muss. Der Humor und die Sprüche sind auf dem gleichen hohen Niveau wie vorher auch, nur ist neuerdings mal Abwechslung drin. Das ist neu. Ich mochte die Routine, die die Serie in den Jahren immer wieder zeigte. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass Charlie die Rolle des Verlierers mal gut tut, denn das ist er automatisch, wenn er mit einer Frau eine Beziehung führt. Weiß Mann, Charlie muss das teilweise noch lernen und ich bin gewillt ihm beim Versagen und Wiedergutmachen zuzuschauen.

The Big Bang Theory hat in den letzten Wochen leider seinen Sheldon-Effekt verloren bzw. geht er langsam verloren. Man gewöhnt sich an seine Verrücktheiten, sowie es die drei Herren um ihn herum schon lange getan haben. Die Folge, in der er bei Penny übernachten musste, fiel da nicht ganz so negativ auf wie Folge in dieser Woche, da es irgendwo auch eine lustige Geschichte war, die erzählt wurde. Es wird nämlich problematisch, wenn sich nur Sheldon geklammert wird oder er halb ausgeklammert wird. Die Mischung macht’s und es ist mir so in Erinnerung geblieben, dass das gerade in der ersten und am Anfang der zweiten Staffel besser geklappt hat. Keine Frage, es ist immer nur überdurchschnittliche Unterhaltung, jedoch ist man bei der Serie andere Maßstäbe gewöhnt.
Ich sehe hier nur ein Problem, wenn Chuck Lorre einem ähnlichen Prinzip nachgeht wie bei Two And A Half Men, wo es wie o.a. eben sechs Jahre nach dem gleichen Muster abläuft. Das mag bei Charlie Harper und Konsorten funktionieren, aber bei The Big Bang Theory wird es das meiner Meinung nach nicht. Die Serien funktionieren einfach auf einem ganz anderen Level, so dass Sheldon und co. wieder zur alter Form zurückfinden müssen, noch bevor es problematisch werden könnte.

Castle soll ja mein Ersatz für die nun endgültig abgesetzte Crime-Serie Life sein. Das kann auch sehr gut funktionieren, da Nathan Fillion seit Firefly und Dr. Horrible einfach ein Held ist, den ich mit Fernsehvergnügen verbinde (die Tatsache, dass er bei Desperate Housewives eine kleine Nebenrolle hatte, wird übersehen). Bisher liegen die Charaktere zu Gunsten des Protagonisten ein wenig auf der Strecke, aber die Serie befindet sich schließlich noch in der Anfangsphase. Diese Woche kam mit dem Ex-Partner Beckets ein frischer Wind auf, da Castle klar wurde, dass auch eine Polizisten ein Beziehungsleben führen kann. Worauf genau das ganze mit denen hinausläuft, weiß man natürlich noch nicht und genauso wenig bin ich mir über meine Meinung darüber unsicher. Es wäre zu einfach, wenn die beiden Hauptpersonen zusammen kämen. Das gibt es schon oft genug.
Einziges Problem sehe ich dadrin, dass mich die Fälle und der Wortwitz Fillions allein nur schwer halten können. Es fehlt noch das gewisse Etwas, das keine Person ist. Irgendeine Tatsache.
Abwarten.

How I Met Your Mother hat zur Zeit ja ein Problem mit ihrem weiblichen Cast: sie sind schwanger. Bei Robin ist es scheinbar noch nicht ganz so dramatisch wie bei Lily, da sie nur unauffällige Kleidung tragen muss oder Gegenstände die Bauchgegend verdecken (Handtaschen sind da sehr beliebt). Nun war und bin ich mir nicht sicher, ob ich das bei Lily einfach witzig gelöst finden soll oder eher sehr ideenlos. Zur Erinnerung: Barney erzählt ihr einen wohl sehr versauten Witz, woraufhin sie in den nächsten vier Wochen (laut Teds voice-over) keiner sieht. Irgendwie ist es ja doch eine Möglichkeit, die sie nur bei dieser Serie in Erwägung ziehen könnten. Ich glaube ich finde es witzig.
Richtig umgehauen, so dass mir Details in Erinnerung geblieben sind, haben mich die letzten Folgen jedoch nicht. Schade. Ansonsten kommt man dem Rätsel um die gesuchte Mutter natürlich noch nicht näher, da die Serie noch nicht an ein Ende denken muss. Und ja, ich habe die Folge gesehen, in der Stella wieder da ist – in diesem Fall könnte sie sogar länger bleiben, Scrubs ist schließlich schon vorbei). Jedoch möchte ich an eine Folge erinnern, in der der gelbe Regenschirm die Mutter kennzeichnen sollte. Stella hat einen blauen Regenschirm, den gelben hat (noch) Ted.
Ich könnte mir vorstellen, dass Stella ihm wieder über Umwegen zu einer neuen Lady führt, aber sie selber ist natürlich nicht die Mutter.

Heroes. Wie bereits erwähnt ist das Ende der dritten Staffel wieder sehenswert. Sylar ist mehr oder weniger tot, lebt jedoch in Nathans Körper weiter. Wobei es ja eigentlich genau andersrum ist. Nathan ist derjenige, der von Sylar umgebracht wurde. Letztendlich wurde Sylar dann aber durch Matt Parkman dazu gezwungen sich durch seine “shape-shifting” Fähigkeit in Nathan zu verwandeln, so dass dieser weiterleben kann und Sylar endlich besiegt ist. Außerdem wird nach und nach auch die Regierung über die Fähigkeit der Helden aufgeklärt. Dazu fällt mir die Szene mit Nathan ein, der plötzlich zu seinen Kräften steht und vor den Wachen anfängt zu fliegen. Nun ist die Frage, ob die Regierung und generell die Welt nun aufgeklärt bleibt bzw. wird oder es unter bestimmten Methoden doch wieder alles verpfuscht wird. Man wird es sehen. Vor allem bin ich aber gespannt, ob die Macher es schaffen, den Anfang der nächsten Staffel wieder so zu versauen.

Auch Chuck hat sein Staffelfinale bereits hinter sich, jedoch ist hier noch ungewiss wie es weiter geht. Wäre schade, wenn es das Ende gewesen sein sollten, dafür endet das zu offen, wenn auch verwirrend und kitschig. Kitschig, da Ellie ihre Traumhochzeit bekommen hat – die richtige musste wegen Komplikationen abgesagt werden (und nein, es war natürlich nicht unlogisch, dass die Gäste nebenbei überhaupt nichts von der Schießerei und sonstigen Krawallen mitbekommen haben; hinzu kommt noch, dass die Bösen natürlich lange gezögert haben statt direkt auf Chuck zu schießen und ebenso erstmal die Situation abwarten als Casey durchs Dachfenster mit seiner Truppe eintrifft statt ihn zu erschießen.
Naja, letztendlich hat Chuck ein neues Intersect in seinem Hirn, so dass er dadurch Fähigkeiten erlernen kann – in diesem Fall war es Kung Fu. Das würde sicherlich neue Aspekte für die zweite Staffel bringen, da Chuck nun bei Einsätzen mehr sein kann als der tolpatschige Nerd, der mit seinen Chucks am Fenster stecken bleibt. Aber eigentlich ist es doch das, was man an ihn so mag. Er ist eben kein Superagent, sondern nur großgewachsener Nerd. Abwarten.

Scrubs zeigt sich zum Abschied von seiner besten Seite. Gerade die Hochzeitsfolgen haben noch einmal zusammengefasst, was der Fan an seiner Serie so sehr mag. Es kamen nur die altbekannten Charaktere vor, Turk- und-JD-Momente/Verrücktheiten, Beziehungsprobleme und ein Happy End. Dabei wurden sowohl die JD&Elliot-Skeptiker als auch ihre Befürworter erfreut, denn meiner Meinung nach war es nicht zu viel und nicht zu wenig. Früher wurde es häufig übertrieben, in den letzten Folge blieb es ein wenig außer Acht und so kamen die Folge gerade zum Ende zur rechten Zeit.
Die Folge mit Sam lässt wieder ein großes Fragezeichen aufziehen, da JD bemerkbar macht, dass er mit der Situation unzufrieden ist. Logisch, denn ein Vater gehört nun mal zu einem Kind dazu und dieser soll auch gefälligst für das Kind da sein. Genau das will JD tun, nur ist er leider nicht mehr mit der Mutter seines Sohnes zusammen, was die Lage deutlich erschwert. Wie genau das in den drei verbleibenden Folgen aufgelöst werden soll, kann ich mir nicht richtig vorstellen. Ein offenes Ende genauso wenig.
Übrigens, wie gut war es bitte, dass Bill Lawrence diesmal einen Auftritt mit Sprechanteilen hatte?
Nachtrag: Habe nun noch die Folge vor dem Finale gesehen. Nun nimmt das Ende auch klarere Züge an, da JD das Sacred Heart verlassen hat. Das erinnert mich ein wenig an Friends, wo am Serienende die jeweiligen Paare und Singles getrennt Wege gehen mussten. So wird es hier wohl auch ablaufen. Die Beziehung zwischen Turk und JD wird auf die Probe gestellt, hier bricht der Kontakt zum ersten Mal seit dem College ab. Tough break, sozusagen. Das Finale gibt es hier dann in zwei Wochen.

In diesem Sinne: Smell you later!


berliner laientheater

26. April 2009

das ganze netz gefangen
im visier der fahnder
geurteilt von zensursula und ihren daus
das fred: anti nackidei.

überfüttert, voller getwitter
der wald teilender killer im fahndungskreuz
auf ihrer spur gewaffneter staat,
drohende fallen klagen an
gefolgt von der leyen.

piraten!
die wellenretter der nation
als anwälte der user
kämpferisch gegen chinesische mittel,
fubar.

Als Hausaufgabe im Fach Deutsch entstanden, sollen ein Gedicht in Form von Ernst Jandls “wien: heldenplatz” schreiben.


Serienupdate #3

23. April 2009

Ja, ich weiß, ich habe mir wieder Urlaub genommen, aber hey, draußen schien die Sonne wie blöde – was soll ich da machen?

Nichtsdestotrotz habe ich noch ein paar Serie in petto. Zum Einen stehen Freitag und Samstag noch aus und zum Anderen habe ich bei Donnerstag eine Serie vergessen – was aber daran liegt, dass ich nicht für das Verwalten zuständig bin.

Gemeint ist Lost. Ja, genau, die Serie, wo es immer hin und her geht. 2006, 2008, 1978, whatever. Ja, die Serie mit der Rauchwolke als Monster. Ja, die Serie, wo man mittels Drehen eines Rads in der dunklen Tiefe, die Insel verschwinden lassen konnte. Nein, sogar besser, in die Zeit zurück reisen konnte! Wo gibt es sowas denn schon? Nur bei Lost.
Und ja, das mag sich alles zynisch anhören, aber merkwürdigerweise habe ich keinerlei Probleme damit. Ja, es war auf dem ersten Blick und ist auch immer noch relativ albern, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass mich diese Serie fesselt. Ich hoffe, ich hoffe wirklich ganz stark und mit all meiner Kraft, dass die Autoren wissen, wohin sie mit dem ganzen Spuk wollen. Und solange ich diese Hoffnung nicht verliere, kann ich über den Mumpitz hinwegsehen und einfach die Charaktere, die Story und vor allem die Verschwörungstheorien genießen.
Momentan erklärt sich für mich zwar noch nicht, warum Sun als einzige der Oceanic 6 nicht zurück in die Vergangenheit gereist ist, aber ich hoffe ja. (Wobei auch gesagt sei, dass ich die Folge von letzter Woche noch gar nicht gesehen hab, geht nicht ohne Mr. watchthat.) Meine Theorie diesbezüglich ist, dass die Insel es gut mit Sun und Jin meint. Schließlich hieß es ja, dass Sun auf keinen Fall zurück auf die Insel kommen darf – vllt. hat die Insel es daher verhindert, dass die beiden sich wiedersehen. Weiß man nicht, wird man sehen.
Und genau das mag ich so sehr an Lost, mir werden die Facts nicht alle direkt vor die Nase gestellt, damit ich sie ja nicht übersehe. Ich kann selber nachdenken, ich kann mich aber auch einfach nur hinsetzen und mir das angucken, ohne danach viel rum zu philosophieren und sozusagen warten bis es aufgelöst wird. Bei Heroes war es z.b. in letzter Zeit so, dass dem Konsumer gar nicht mehr zugetraut wurde selber nachdenken zu können. Nachdem der erste Teil der Staffel so wirr und unstrukturiert war, will man das mit klaren Ansagen besser machen. Kann man so machen, aber mir war das in einigen Situation zu blöd, habe mich ein wenig verarscht gefühlt. Wobei ich nicht das Ausmaß des “im dunklen Tappen” bei Lost kleiner reden als es nicht, wohl kaum, dessen bin ich mir wohl bewusst.
Bla, bla, blubb, bottom line: Keep watchin’, Dude!

Nun bleiben zum Einen noch NBCs Comedy-Hits, die ich selber nicht zu meinen Favouriten zähle, aber dennoch gerne schaue und zum Anderen ein Neuzugang.

Kurz gesagt, lässt The Office vergleichbar mit den ersten oder sogar auch der letzten Staffel deutlich nach, in den letzten Wochen erinnere ich mich nicht, laut auflachen zu müssen und das war schließlich der Grund, warum ich die Serie gucke. Momentan ist Jim einfach arm dran, er kann mit dem neuen Chef nicht und daher kommt da von ihm aus auch nix Witziges mehr mit Dwight und die Tatsache, dass er mit Andy nicht ganz so gut harmoniert, muss ich hoffentlich nicht erklären. Abwarten.

Bei 30 Rock fehlt mir einfach der Bezug zu ihren SNL-Stars wie eben Tracey Jordan, zumindest ist das meine Theorie, denn ich finde die Serie zwar unterhaltsam, aber wie einige bezüglich der Gags und Charaktere schwärmen, bleibt mir zu oft ein Rätsel. Möglich ist es auch, dass ich mich nicht richtig auf den Humor einlasse, da dieser schon anders ist. Das war z.B. auch anfangs mein Problem mit Flight Of The Chonchords, erst nachdem ich sozusagen verstanden habe, dass das so beabsichtigt ist, fand ich es nur merkwürdig. Auch hier heißt es für mich abwarten. (Kurz hinzugefügt: Mir fällt grad ein, dass die Folge mit der “Bubble” ziemlich genial war, was nun aber nicht meine komplette Ansicht umschmeißen kann, daher lasse ich das so stehen.)

Neu im Programm ist Parks And Recreation. Da geht es eben darum, dass irgendwo ein Park gebaut werden soll. Klingt komisch? Möglich, denn ich bin mir noch nicht ganz sicher, worum es da eigentlich geht. Mir ist bisher nur klar, dass es dort eben die eine Blonde gibt, die immer einen Schritt zu weit geht. Sei es, weil sie zu persönlich wird, zu sehr in die Privatsphäre eindringt oder einfach zu sehr übertreibt. Ich ertappe mich beim Schauen immer wieder, dass ich sozusagen mir selbst erkläre, warum das nun witzig ist. Nur bin ich mir noch nicht sicher, ob und wenn ja, was für ein Zeichen das ist.

Oder was meint ihr?


Serienweisheiten #1

4. April 2009

Es gibt ja so einige Serienklischées, die jedem bekannt sein sollten – wenn nicht, dann kann das hier nachgeholt werden.

Erst heute bin ich auf ein weiteres Detail gestoßen, dass ich nur aus Serien kenne: Anrufbeantworter.
Ich bin selber nicht im Besitz eines solchen Gerätes, deshalb gebe ich die Frage weiter: Ist es wirklich so, dass eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter “laut” aufgenommen wird? Sprich wenn ich mich zu Hause befinde, während mir jemand eine Nachricht hinterlässt, würde ich diese dann laut hören?


Serienupdate #2

29. März 2009

Und auf geht’s in Runde 2: Mittwoch und Donnerstag.

Irgendwie fällt mir gerade auf, dass mittwochs nur Reaper läuft, kann das angehen? Was lief da denn sonst immer, also bevor die neue Staffel begann? House und Scrubs? Ich glaube ja. Wie dem auch sei, Reaper.
Nach der 1. Staffel weiß man, dass Sam der Sohn des Teufels ist. Hinzu kommt, dass sein “menschlicher Vater” stirbt, genauso wie die zwei Dämonen, mit denen er sich angefreundet hat und mit Andi kommt er auch zusammen – das kann aber auch erst Anfang der 2. Staffel passiert sein. Da geht es nochmal so ein bisschen hin und her, weil Sam ihr nicht von Anfang an die Wahrheit über seine teuflischen Aktivitäten erzählt und es ist auch bis jetzt so, dass sie nicht weiß, dass der Teufel sein Vater ist – ist ja auch sehr schwer vorstellbar und scary. Nun habe ich noch das Gefühl, dass Ben immer mehr Anteil an der Storyline hat, gerade nun, wo er mit einer Dämonin zusammen gekommen.
Die Serie hangelt sich so durch die Folgen mit dem bekannten Fall der Woche, wo Sam eine Seele fangen muss, damit diese zurück in die Hölle gelangen. Die Autoren machen das relativ klug, da am Ende jeder Folge immer ein neuer Clue hinzugefügt wird, so dass man doch wieder einschalten muss. Zuletzt trat nun Sams “menschlicher Vater” wieder auf, nur sah er dabei wenig lebendig aus. Da das ganze auf dem Sender “The CW” läuft, geht das schon alles in Ordnung und wird neben den ganzen Teeny-Serien sowieso nicht allzu lange überleben – denke ich zumindest. Wirklich schade finde ich das auch nicht.

Der Donnerstag beginnt bei mir immer mit Gary Unmarried, gefolgt von The New Adventures Of Old Christine. Der Plot der Serien ähneln sich sehr, beim Erstgenannten ist der geschiedene Vater im Vordergrund – auch wenn die Kinder bei der Mutter leben, beim Letzteren wird das Ganze aus der Sicht einer Mutter erzählt.
Von der Art sind sie dann aber doch wieder unterschiedlich.

The New Adventures Of Old Christine wird von der schauspielerischen Leistung der Protagonistin getragen und der Humor basiert zu 90% auf Fremdschämen. Es ist aber auch Folge für Folge lustig, in was für Unsinnigkeiten Christine sich da wieder verfängt. Da hilft es eher wenig, dass ihr Ex-Mann eine neue, standhafte Beziehung führt, sie mit ihrem Bruder zusammenwohnt und ihr Sohn so zu Mamas Lieblingskind und umgekehrt. Das ist alles noch im annehmbaren Bereich und funktioniert prima als nette Unterhaltung am Donnerstagnachmittag.

Bei Gary Unmarried funktionieren meiner Meinung nach die Nebenfiguren genauso gut, wie der Protagonist selbst. Hier ist das Zusammenspiel zwischen mehreren Personen wichtig und das klappt auch gut. So gibt es einmal die viel zu engagierte und motivierte Tochter, den ein bisschen trotteligen Sohn, die nervige Ex-Frau, sowie den besten Freund. Letzterer ist zwar keiner der wichtigen Personen, aber der passt da auch irgendwie rein. Gary selbst ist natürlich der “Spaß-Elternteil”, so dass es oft genug Zündstoff für den nächsten Streit gibt, andersrum schafft sie es aber genauso gut ihn zur Weißglut zu bringen. Beliebtes Konzept ist es auch hier Gary als eher dümmlich darzustellen, funktioniert aber.
Die beiden Serien sind keinesfalls mit dem Power-Dienstag zu vergleichen, aber bei einem so leeren Donnerstag, erfüllen sie ihren Zweck.

Donnerstagabend wird dann noch die neuste Folge Life geguckt. Neben Castle die einzige Polizeiserie, die ich gucke und auch die erste. Ich habe nun weniger einen Vergleich, weil ich nie auf den NYPD, CSI, CIS usw -Zug aufgesprungen bin. Mein Gefühl sagt mir aber, dass das bei Life alles ein bisschen anders verläuft. Denn neben dem Fall der Woche, gibt es noch eine Nebengeschichte, die erzählt wird. Es gibt immernoch einen ungelösten Fall, denn der Protagonist lösen möchte – ähnlich wie es nun bei Chuck gezeigt wurde. Da gab es doch die Rückseite des Posters, wo alle bisherigen Daten von ihm gesammelt wurden. So etwas gibt es bei Life schon seeeehr lange, nur ist es da nicht nur ein Poster, nein, es ist ein ganzer Raum, der mit Fotos und möglichen Verbindungen versehen ist.
Momentan scheint man seinen privaten Angelegenheiten näher zu sein, da dass FBI scheinbar gegen ihn ermittelt. Nicht zu vergessen ist, dass Charlie Crews so sympathisch ist, dass man ihn nur mögen kann!

So, last but not least steht für Donnerstag noch Scrubs auf dem Plan. Was kann ich über die Serie noch sagen? Es ist und bleibt wohl meine Lieblingsserie der ersten Stunde, meine erste Serie auf DVD, meine ersten Erfahrungen mit dem O-Ton – das verbindet nun mal. Mir würde es sehr, sehr schwer fallen, etwas negatives zu schreiben, aber ein Glück ich muss das nicht!
Der Senderwechsel hat der Crew rund um JD gut getan, mit neuem Elan ist man in eine neue Staffel gestartet, die letzte nach dem alten Konzept. Bill Lawrence kündigte ja schon vor der Ausstrahlung an, dass man wieder zurück zu den Wurzeln wollte, sprich den Humor der 1. und 2. Staffel wieder aufleben lassen wollte. Das ist gelungen. Nicht jede neue Folge kann die vorherige übertrumpfen, so muss es aber auch nicht sein. Die Serie ist mit mittelmäßigen Folgen immernoch unterhaltsamer als so manch andere. Hut ab, weiter so!
Aber nicht zu lange. Ich – als großer, großer, großer Fan – vertrete die Meinung, dass nach der jetzigen Staffel Schluss sein soll. “My Final” wurde schon gedreht und der Titel spricht doch schon für sich, Schluss, Ende, aus, vorbei. Mir ist es lieber, wenn sich die Serie würdig verabschiedet. Ich möchte nicht, dass man das alles so lange hinzieht bis es keiner mehr guckt, so dass man schlussendlich gnadenlos scheitert und sich blamiert. Nein, nein, das muss wirklich nicht sein. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass nachdem schon lange bekannt war, dass sich Zach Braff und Bill Lawrence anderen Projekten zuwenden, wurden nun auch John C. McGinley und Donald Faison für Piloten an Land gezogen. Scrubs wäre nicht mehr das, wofür der Titel steht, denn damit verbinde ich eben jene Charaktere und nicht die neuen Interns, die nun vorsichtshalber eingeführt wurden.
In diesem Sinne: auf eine unterhaltsame, letzte Staffel dieser genialen Serie!